08.03.2022, 2523 Zeichen
Mit einem Gesamtprämienvolumen von 11 Mrd. Euro konnte die VIG den Vorjahreswert mit mehr als 574 Mio. Euro um 5,5 Prozent übertreffen und in allen Sparten deutlich wachsen. Einzige Ausnahme würden die Einmalerläge in der Lebensversicherung darstellen, die der Strategie folgend leicht sinken. Die Versicherungsleistungen stiegen geringfügig um 1,6 Prozent auf 7,14 Mrd. Euro. Mit 511,3 Mio. Euro wurde die für 2021 erwartete obere Bandbreite von 500 Mio. Euro übertroffen und das Vorjahresergebnis um 47,8 Prozent verbessert. Den Gremien soll für das Geschäftsjahr 2021 eine signifikante Erhöhung der Dividende gegenüber dem Vorjahr von 75 Cent auf 1,25 Euro pro Aktie vorgeschlagen werden.
Die weitere Entwicklung des Geschäftsjahres 2022 bleibt durch Unsicherheitsfaktoren, allen voran die Kriegssituation in der Ukraine und deren unvorhersehbare Konsequenzen, beeinflusst. Weiters zählen die noch anhaltende Pandemie, die Inflation, hohe Rohstoffpreise, Probleme bei den Lieferketten und Ressourcenknappheit zu Faktoren, die zu erhöhten Risiken führen und die VIG-Märkte entsprechend beeinträchtigen könnten. Die Konsequenzen dieser Unsicherheitsfaktoren und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf 2022 sind aktuell nicht abschätzbar. Vorbehaltlich der erwähnten Aspekte und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die VIG-Gruppe die aktuellen Herausforderungen im operativen Versicherungsgeschäft bisher sehr gut managen konnte, wird für 2022 eine positive operative Performance angestrebt, heißt es im Ausblick.
Vor allem die Sparten Sonstige Sachversicherung (+8,0 %), sowie die Kfz-Sparten (Kfz-Haftpflicht +7,0 %, Kfz-Kasko +8,7 %) konnten 2021 gute Prämienzuwächse erzielen. Besonders stark sind die verrechneten Prämien in den Segmenten Tschechische Republik (+7,7 %), Erweiterte CEE (+9,3 %) und Gruppenfunktionen (+13,2 %) gewachsen. Von den Ländern im Segment Erweiterte CEE zeigten vor allem das Baltikum (+9,1 %), Kroatien (+23,1 %), Rumänien (+17,2 %) und Ungarn (+13,6 %) eine dynamische Prämienentwicklung. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 61,8 % der Konzernprämien außerhalb Österreichs erwirtschaftet. Der größte Prämienanteil entfällt mit 5.267 Mio. Euro auf die Sonstige Sachversicherung, gefolgt von der Lebensversicherung mit laufender Prämienzahlung und 2.683 Mio. Euro, der Kfz-Haftpflichtversicherung mit 1.612 Mio. Euro, der Kaskoversicherung mit 1.402 Mio. Euro, den Einmalerlägen in der Lebensversicherung mit 869 Mio. Euro und der Krankenversicherung mit 743 Mio. Euro.
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