10.03.2022, 1979 Zeichen
Die Umsatzerlöse des Faser-Konzerns Lenzing stiegen 2021 um 34,4 Prozent auf 2,19 Mrd. Euro. Neben dem überwiegend positiven Marktumfeld habe sich auch der Fokus auf Spezialfasern wie jene der Marken TencelTM, LenzingTM EcoveroTM und VeocelTM positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt, so das Unternehmen. Der Anteil der Spezialfasern am Faserumsatz liegt derzeit bei 72,3 Prozent. Bei den Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten gab es über das gesamte Berichtsjahr deutliche Anstiege. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) hat sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt und erreichte einen Wert von 362,9 Mio. Euro (nach 192,3 Mio. in 2020). Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 11,8 Prozent auf 16,5 Prozent. Der Jahresüberschuss lag bei 127,7 Mio. Euro (nach minus 10,6 Mio. Euro in 2020), das Ergebnis je Aktie bei 4,16 Euro (nach 0,24 Euro in 2020).
Wie bereits im November bekanntgegeben, soll der Hauptversammlung eine Dividende von 4,35 Euro für das Geschäftsjahr 2021 vorgeschlagen werden. Dieser Vorschlag würde die ausgesetzten Dividenden der Geschäftsjahre 2019 und 2020 widerspiegeln, hieß es.
Lenzing geht weiterhin von einem steigenden Bedarf an umweltschonenden Fasern für die Textil- und Bekleidungsindustrie sowie die Hygiene- und Medizinbranchen aus. Das derzeit positive Marktumfeld sei jedoch aufgrund der anhaltenden Pandemie nach wie vor von Unsicherheit geprägt. Die Visibilität bleibe eingeschränkt. Nach den deutlichen Kostensteigerungen 2021 sei auch in den ersten Quartalen 2022 mit einem anhaltenden Kostendruck auf der Energie-, Rohstoff- und Logistikseite zu rechnen, so das Unternehmen. Die Lenzing Gruppe geht für 2022 unter Berücksichtigung der genannten Faktoren und der unmittelbar bevorstehenden Inbetriebnahme und Fertigstellung der strategischen Schlüsselprojekte, die bereits ab dem laufenden Geschäftsjahr einen ersten Ergebnisbeitrag liefern werden, davon aus, dass das EBITDA deutlich über dem Niveau von 2021 liegen wird.
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