23.04.2022, 2080 Zeichen
Aus dem Equity Weekly der Erste Group: Der ATX verbuchte in dieser Woche ein Kursplus von 2,4% und performte damit deutlich besser als die meisten anderen europäischen Indizes. Gesucht waren vor allem Industriewerte, Banken und Titel des Bausektors, was dem österreichische Leitindex entgegenkam. An der Spitze der Kursliste waren DO & CO (+10,7%), Mayr-Melnhof (+6,5%) und BAWAG (+4,7%) zu finden.
Die um den Ostermontag verkürzte Handelswoche hatte aus Unternehmenssicht nicht viel zu bieten, Zahlen wurden nur von zwei Unternehmen präsentiert: Die Immofinanz berichtete über das abgelaufene Geschäftsjahr, wie erwartet gingen sowohl Mieteinnahmen als auch der Cashflow zurück. Mit Auswirkungen auf den Aktienkurs konnte ohnehin nicht gerechnet werden, dieser wird auch noch in den kommenden vier Wochen knapp unter dem Übernahmeangebot von EUR 23 liegen. Ebenfalls wenig Überraschungen boten die Zahlen der Polytec, die den Konzernumsatz zwar auf Jahressicht um knapp 7% steigern konnte, sich allerdings gezwungen sah, den Ausblick für 2022 aufgrund des Mangels an Rohstoffen und Materialien auszusetzen. Bereits vor Veröffentlichung der Zahlen haben wir unsere Empfehlung auf Halten zurückgestuft und unser neues Kursziel auf EUR 6,80 reduziert.
In unserem Update zur UBM bestätigen wir unsere Kaufempfehlung, senken unser Kursziel jedoch leicht auf EUR 54. Dass die geopolitischen Verwerfungen mit all ihren Auswirkungen spurlos an dem Unternehmen vorbeigehen, darf bezweifelt werden, weswegen wir unsere Gewinnschätzungen für die kommenden beiden Jahren leicht zurückgenommen haben.
Ausblick: In der nächsten Woche kommt es zu einer Überschneidung der Berichtssaisonen. Während S Immo, Warimpex, Strabag und Porr noch ihre Ergebnisse zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 vorlegen werden, berichten BAWAG, Mayr-Melnhof, Telekom Austria, AMAG, Andritz, OMV, Palfinger und Erste Bank bereits über das 1. Quartal 2022. Viel bewirken werden die Ergebnisse jedoch voraussichtlich nicht, der ATX ist weiterhin ein Spielball der durch den Ukrainekrieg stark erhöhten Volatilität der Aktienmärkte.
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