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Analysten zu VIG: "Starkes Wachstum aber Inflation erhöht Kosten"

Magazine aktuell


#gabb aktuell



15.11.2022, 2668 Zeichen

Die Analysten von Raiffeisen Research schreiben in einer Kurzmitteilung zu den heute veröffentlichten Q3-Zahlen der Vienna Insurance Group:  "Im 3. Quartal erzielte die Vienna Insurance Group mit einem Nettogewinn von EUR 100 Mio. ein solides Ergebnis, das zwischen den Erwartungen des Konsensus (EUR 96 Mio.) und der RBIe (EUR 102 Mio.) für das Quartal lag. Die Schaden-Kosten-Quote von 95,1 % enttäuschte und lag über unseren Schätzungen von 94,6 % und dem Konsens von 94,4 %. Während die Prämien dank der Entwicklung in den Segmenten Schaden- und Unfallversicherung sowie Leben zweistellig wuchsen, wurde dies durch höhere Schäden und Kosten ausgeglichen. Das Unternehmen gab erstmals eine Prognose für das GJ 22 ab.

Die Vienna Insurance Group setzte ihre starke Umsatzdynamik im dritten Quartal mit einem Prämienwachstum von ~18 % gegenüber dem Vorjahr fort (EUR 3,1 Mrd., RBIe EUR 2,9 Mrd., Kons. EUR 2,9 Mrd.), das größtenteils auf die Konsolidierungseffekte bei Aegon zurückzuführen ist (das Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis lag im dritten Quartal bei ca. 7 %). In allen Segmenten wurde ein starkes Wachstum verzeichnet, wobei die höchste Wachstumsrate in der Schaden- und Unfallversicherung (+20,5 % yoy) beobachtet wurde, gefolgt von der Lebensversicherung (+14,3 % yoy) und der Krankenversicherung (+9,4 % yoy).

Das starke Umsatzwachstum im 3. Quartal wurde durch die Inflationseffekte bei den Leistungen und Schäden (+17,2 % yoy) und den Betriebskosten (+22,8 % yoy) ausgeglichen. Die Schaden-/Kostenquote von 96,5 % (in Q3) lag deutlich über unserer Annahme von 95,0 % (die kombinierte Schaden-/Kostenquote für Q1-3 von 95,1 % steht den Konsenserwartungen des Unternehmens von 94,4 % gegenüber).

Das Kapitalanlageergebnis ging im 3. Quartal mit EUR 167,8 Mio. um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück und lag somit immer noch über der RBIe von EUR 161,1 Mio. und dem Konsens von EUR 157,9 Mio. Dies ist ein solides Ergebnis, insbesondere in Anbetracht des relativ schwierigen Marktumfelds in diesem Jahr und der im ersten Halbjahr 22 vorgenommenen Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem Engagement in russischen Anleihen.

Das Unternehmen strebt Bruttoprämien von mindestens EUR 12 Mrd. (RBIe: EUR 11,6 Mrd.), ein Vorsteuerergebnis von mehr als EUR 511 Mio. (RBIe: EUR 512 Mio., Konsens: EUR 575 Mio.) und eine Schaden-Kosten Quote von rund 95 % an.

Insgesamt betrachten wir die Ergebnisse als neutral da das starke Prämienwachstum durch höhere Schäden und Kosten ausgeglichen wurde. Unserer Ansicht nach bietet die vorgelegte Prognose ein gewisses Aufwärtspotenzial für unsere Schätzungen für das Geschäftsjahr 22. Unsere letzte Empfehlung lautete Kauf."



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1. Vom 28. bis 31. August 2020 setzen der Wiener Städtische Versicherungsverein und die Vienna Insurance Group mit einer Lichtprojektion ein sichtbares Zeichen zum 40jährigen Bestehen der polnischen Solidarność-Bewegung am Wiener Ringturm. Credit: VIG , (© Aussender)   >> Öffnen auf photaq.com

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Vom 28. bis 31. August 2020 setzen der Wiener Städtische Versicherungsverein und die Vienna Insurance Group mit einer Lichtprojektion ein sichtbares Zeichen zum 40jährigen Bestehen der polnischen Solidarność-Bewegung am Wiener Ringturm. Credit: VIG, (© Aussender)


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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    Die Analysten von Raiffeisen Research schreiben in einer Kurzmitteilung zu den heute veröffentlichten Q3-Zahlen der Vienna Insurance Group:  "Im 3. Quartal erzielte die Vienna Insurance Group mit einem Nettogewinn von EUR 100 Mio. ein solides Ergebnis, das zwischen den Erwartungen des Konsensus (EUR 96 Mio.) und der RBIe (EUR 102 Mio.) für das Quartal lag. Die Schaden-Kosten-Quote von 95,1 % enttäuschte und lag über unseren Schätzungen von 94,6 % und dem Konsens von 94,4 %. Während die Prämien dank der Entwicklung in den Segmenten Schaden- und Unfallversicherung sowie Leben zweistellig wuchsen, wurde dies durch höhere Schäden und Kosten ausgeglichen. Das Unternehmen gab erstmals eine Prognose für das GJ 22 ab.

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