27.12.2022, 4134 Zeichen
Frequentis sieht sich gut positioniert, bei Bahn-Ausschreibungen, die in den kommenden fünf Jahren zu erwarten sind, zum Zuge zu kommen. „Es gibt Bahnen, die heute noch analoge Funksysteme und Telefonstationen entlang der Strecken betreiben. Andere Bahngesellschaften schreiben bereits Systeme aus, die auf zukünftigen Standards basieren,“, erläutert Markus Myslivec, Head of Public Transport Solutions bei Frequentis.
Im nächsten Jahrzehnt wird europaweit und international der Nachfolger von GSM-R Systemen, das „Future Railway Mobile Communication System“ (FRMCS) ausgerollt. Der Sprung erfolgt dabei in den nächsten Jahren von 2G/GSM-R- auf die 5G-Technologie und andere Applikationen. Um das digitale FRMCS in diesem Jahrzehnt nutzbar zu machen, geht es darum eine Vielzahl von Akteuren miteinander zu vernetzen. Von den Kontrollzentren und den Bahnhöfen, den Fahrdienstleitern über Züge mit Triebfahrzeugführern und dem Bordpersonal bis zu den mobilen Wartungs- und Serviceteams der Eisenbahngesellschaften müssen alle in digitale Plattformen eingebunden werden. „Dieser Technologiewandel wird innerhalb der nächsten Jahre in den Kommunikationssystemen der meisten Bahnen implementiert“, ist sich Myslivec sicher. Darüber hinaus seien erste Bahngesellschaften zu SaaS-Implementierungen (Software as a service) in einer Cloud-Umgebung bereit. „Das wird besonders auf unsere Softwarelösungen eine Auswirkung haben, die für das Abweichungsmanagement im Bahnbetrieb eingesetzt werden“, sagt Myslivec.
Im Rahmen von „MissionX“, seiner zuletzt entwickelten Ende-zu-Ende-Systemlösung für Breitbandkommunikation, hat Frequentis ein Konzept entwickelt, mit dem alle Funknetzwerke unabhängig von ihren technologischen Standards verknüpft werden können. Der Ansatz der „Bearer Independent Communication“ wird konsequent weitergeführt. Transportnetzwerke mit aktueller Techologie, wie 4G und 5G, werden zusätzlich zu Bestandsnetzwerken genutzt. Für die Bedienung benötigt das Personal keine zusätzlichen Spezial-Endgeräte. Die Daten sind auf den Bildschirmen der Kontrollzentren genauso abrufbar wie auch auf Tablets und Smartphones. Auf der Fachmesse InnoTrans im September in Berlin präsentierte Frequentis, wie sich unterschiedlichste Betriebssysteme in den Control Rooms in eine vollkommen webbasierte, virtualisierte und frei konfigurierbare Oberfläche integrieren lassen.
Frequentis sieht sich gut positioniert, um bei den ersten größeren öffentlichen Ausschreibungen zum Zuge zu kommen, die innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwarten sind. Der für Europa maßgebliche Ausschuss der UNIFE (Verband der europäischen Bahnindustrie), dem neben Frequentis 16 weitere Konzerne angehören, hat sich dazu verpflichtet, GSM-R bis über 2030 hinaus kommerziell auf Projekt- und Vertragsbasis zu unterstützen. Gleichzeitig sollen ab sofort FRMCS-Prototypen ins Feld gebracht und Umstellungskonzepte präsentiert werden. Damit sollte der technologische Übergang von den 2G-/GSM-R in Richtung 5G an Fahrt gewinnen.
Für Myslivec besteht die Herausforderung darin, die Skalierbarkeit der Produkte für eine große Bandbreite an Kunden zu realisieren. Die Frequentis-Zielgruppen reichen von staatlichen Infrastrukturunternehmen bis zu Regionalbahnen mit improvisierten technologischen Systemen. Als nächste wichtige Schritte sieht Myslivec die Weiterentwicklung von Cloud-Anwendungen, aber auch klar definierte technologische Standards bis 2025. Zu diesem Zeitpunkt könnten die ersten Entscheidungen bei Ausschreibungen für den kommerziellen Einsatz von FRMCS anstehen. Bei Vertragsabschlüssen sei Myslivec zufolge von Initialgeschäften im einstelligen Millionenbereich auszugehen. Der Investitionshorizont solcher Projekte erstreckt sich auf einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren.
Bei Frequentis würde der Einsatz von MissionX bei Bahnkunden dem Geschäftsbereich Public Safety & Transport ein weiteres Standbein schaffen. Das vom Umsatz kleinere der beiden Unternehmensbereiche verzeichnete im ersten Halbjahr 2022 einen leichten Rückgang des Halbjahresumsatzes von 56 auf 54 Millionen Euro. Im Gegenzug stieg der Auftragsstand von 161 auf 178 Millionen Euro.
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