11.03.2023, 2125 Zeichen
In ihrem globalen Marktausblick schreiben die Analysten der Erste Group im Equity Weekly: "In der letzten Woche schwächte sich der globale Aktienmarktindex in EUR um -1% ab. Der S&P 500 fiel in EUR um -1,5%, der Stoxx 600 notierte unverändert. Der Nikkei 225 befestigte sich hingegen in EUR um +4,7%. Der globale Schwellenländer-Index fiel in EUR -1,2%.
Nach den Äußerungen des Fed-Vorsitzenden stiegen die Renditen in den USA weiter an. US-Anleihen mit 2 Jahren Laufzeit erzielten zur Wochenmitte eine Rendite von 5,07%. Die stark inverse Zinskurse belastete das Anleger-Sentiment in Bezug auf den US-Bankensektor. Es folgte die Bekanntgabe der kalifornischen SVB Financial Group, dass sie eine Kapitalerhöhung um USD 2,25 Mrd. machen wird um signifikante Verluste in ihrem Investmentportfolio abzufangen. Dadurch wurde das zunehmend negative Sentiment hinsichtlich des US-Bankensektors verstärkt, weil die Befürchtung aufkam, dass Abwertungsverluste von Anleihen im Sektor nicht nur ein singuläres Ereignis sein könnten. Der Kursverlust der SVB Financial Aktie lag zum Wochenende im hohen zweistelligen Prozentbereich. Der US-Sektorenindex für Banken gab im Wochenvergleich deutlich nach. Er verlor im -10,6%.
Das für 2023 erwartete Gewinnwachstum der Banken in Nordamerika hat sich in den letzten Wochen verschlechtert. Für 2023 wird nur mehr ein Gewinnanstieg um +3,7% erwartet.
Auch für 2024 wird laut Konsensus-Schätzung keine relevante Wachstumsbeschleunigung prognostiziert (EPS 2024e: +3,8%). Im Zuge der Verschlechterung der Perspektiven des US-Banken-Sektors haben wir mit unserer neuen, heute veröffentlichten Globalen Empfehlungsliste auch die Aktie des Unternehmen Schwab (Charles) auf Halten zurückgestuft.
Ausblick: Zum Ende der Berichtsaison werden noch die Geschäftsergebnisse von Porsche (13.03.), Volkswagen (14.03.), Adobe, BMW und Inditex (alle am 15.03.) erwartet. Die Risikobereitschaft der Anleger ist wegen der Befürchtung von Bewertungsverlusten bei Staatsanleihen bei US-Banken gesunken. Wir erwarten einen Anstieg der Volatilität des globalen Aktienindex und eine Abschwächung in der nächsten Woche."
Wiener Börse Party #1135: ATX leicht schwächer, Wienerberger Heavyweight und Geburtstagskind, Strabag mit mehr Streubesitz
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