03.10.2023, 3730 Zeichen
Die Addiko Bank hat am Montag zu einem Event speziell für Retail-Aktionäre geladen und Einblicke in die Geschäftsstrategie sowie die derzeit gültigen Ziele der kommenden Jahre gewährt. Erfreulich für Investoren: Die Eigenkapitalrendite soll in den kommenden Jahren auf über 10 Prozent gesteigert werden, was rechnerisch einen jährlichem Net Profit von mehr als 70 Mio. Euro (HJ 2023: 19,5 Mio. Euro) entsprechen würde. Auf Basis der gültigen Dividendenpolitik sollen 60 Prozent davon ausgeschüttet werden. „Bezüglich dieser Ausschüttungs-Quote gibt es jedes Jahr Diskussionen mit dem Regulator, der EZB“, erklärt CEO Herbert Juranek, der dennoch daran festhalten möchte. Erreicht werden soll die Gewinnsteigerung u.a. mit einer Verbesserung der Ertrags- und Kostensituation sowie einer Erweiterung des Angebots. Übergeordnetes Ziel sei es, die Bank in den nächsten zwei Jahren dorthin zu entwickeln, dass sie ihre Eigenkapitalkosten verdienen kann und eine Eigenkapitalertragskraft von mehr als 10 Prozent erreicht (per HJ 2023 5,45 Prozent). Bei der Kosten-Ertragssituation arbeitet man auf eine Kennzahl von ca. 50 Prozent hin (im HJ 2023 lag die Cost Income Ratio bei 61,7 Prozent). „Gelingt uns das, sind wir in einer Größenordnung beim Net Profit von über 70 Mio. Euro. Angenommen die EZB setzt ihr generelles Ziel, eine Ausschüttung von ca. 50 Prozent nicht zu überschreiten durch, wären wir bei mehr als 35 Mio. Euro bzw. 1,8 Euro je Aktie, die an die Aktionäre ausgezahlt werden würden. Das wäre eine sehr attraktive Eigenkapitalrendite“, betont Juranek vor den Privat-Aktionären. Ca 50 Prozent der Anteile sind bei Addiko im Freefloat, allerdings seien darunter viele Investoren, die einen nicht meldepflichtigen Anteil von ca. 1 bis unter 4 Prozent der Aktien halten und Addiko als eine langfristige Investition sehen, weiß Juranek. Der Anteil an Klein-Aktionären sei gering, der Handelsumsatz an der Wiener Börse ebenso, dementsprechend werde der Aktienkurs mit relativ geringen Umsätzen bestimmt. Auffälligkeiten im Orderbuch würden daher stets der Wiener Börse gemeldet.
Unterstützend auf die Zahlen wirkt sich seit einigen Monaten naturgemäß die Zinskurve aus. „Allerdings ist ein Großteil unseres Portfolios mit fixen Zinsen abgeschlossen. Daher profitieren wir nicht in dem Ausmaß, wie es andere Institute tun, die vorwiegend variabel verzinste Kredite vergeben“, so Juranek.
Die Ausweitung des Fokusgeschäfts Konsumenten- und KMU-Kredite wird bei Addiko weiter vorangetrieben. „Wir wollen das Portfolio ohne Preisdumping erweitern, mit Convenience und Schnelligkeit punkten und die beste Spezialbank in unserer Region werden“, so der CEO. Wichtig sei, bei KMU-Krediten Margen zu erzielen, die die Eigenkapitalkosten abdecken. Gemeinsam mit Kooperations-Partnern, wie beispielsweise Möbelhändlern, Autohäusern, Fintechs habe man den Markt entsprechend aufgearbeitet, um Online-Abschlüsse einfach und ohne großen Zeitaufwand oder aber auch Buy now pay later-Transaktionen zu ermöglichen. „Das ist einer der Hebel unseres Wachstums“, erklärt Juranek. Neben dem Angebots-Ausbau und dem Zugewinn von Geschäftsanteilen steht zusätzlich eine mögliche geographische Expansion auf dem Plan. Ins Visier genommen wird der rumänische Markt, Ende 2024 könnte dort der Markteintritt erfolgen. „Rumänien ist ein Land, das viele Vorteile für uns bietet“, versichert Juranek.
Feinabgestimmt wird laufend das Risikomanagement, mit dem Ziel, das Non-Performing-Exposure weiter zu reduzieren. „Das ist nicht nur für die Gesundheit der Bank, sondern auch für die Regulatoren wichtig“, erklärt Juranek. Derzeit liege die NPE Ratio bei 3,3 Prozent. Auf diesem Niveau habe man sich die vergangenen Jahre eingependelt. ( Christine Petzwinkler)
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Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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