20.03.2024, 2194 Zeichen
Die RBI-Aktie gibt heute deutlich ab und liegt am Nachmittag mehr als 10 Prozent im Minus. Hintergrund dürfte ein Bericht von Reuters sein. Darin beruft sich die Nachrichtenagentur auf Insider, die behaupten, dass hochrangige Vertreter des US-Finanzministeriums die RBI dazu bewegen wollen, ihre Pläne in Russland, die Strabag-Anteile der MKAO „Rasperia Trading Limited“ zu erwerben, aufzugeben. Der Deal könne nach hinten losgehen, zitiert Reuters die nicht namentlich genannten Insider. Sollte die RBI das Geschäft durchführen und sich dann herausstellen, dass gegen US-Sanktionen verstoßen wurde, könnte es zu Strafen seitens der US-Behörden gegen die Bank kommen. Die RBI reagiert darauf mit folgender Stellungnahme: "Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) hat die Übereinstimmung der Strabag-Transaktion mit allen geltenden Sanktionen sorgfältig geprüft, bevor sie die Transaktion im Dezember 2023 unterzeichnet und angekündigt hat. In den vergangenen Wochen hat die RBI alle relevanten Behörden, einschließlich des US-Finanzministeriums und der OFAC, über die Einzelheiten der Strabag-Transaktion informiert. Darüber hinaus wurde bestätigt, dass es keinen US-Bezug zu dieser Transaktion gibt. Es versteht sich von selbst, dass die RBI keine Geschäfte tätigen wird, die gegen Sanktionen verstoßen oder die RBI dem Risiko von Sanktionen aussetzen würde."
Hintergrund: Im Dezember informierte die RBI, über ihre russische Tochter AO Raiffeisenbank 28.500.000 Aktien der Strabag SE, dies entspricht 27,78 Prozent der ausgegebenen Aktien, von der in Russland ansässigen MKAO „Rasperia Trading Limited“ für einen Kaufpreis in Höhe von 1.510 Mio. Euro (einschließlich früherer Dividenden) zu erwerben. Im Rahmen der Transaktion habe man alle Sanktionsbestimmungen gewissenhaft eingehalten und wierde dies auch weiterhin tun, hieß es. Ebenfalls im Dezember 2023 wurde die Strabag darüber informiert, dass die Iliadis JSC am 14.12.2023 einen Kaufvertrag über sämtliche Anteile an der MKAO Rasperia Trading Limited abgeschlossen habe. Gemäß den Beteiligungsmeldungen würde die MKAO Rasperia Trading Limited mit Durchführung des Kaufvertrags nicht mehr von Oleg Deripaska (indirekt) kontrolliert.
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