01.08.2024, 2769 Zeichen
Bei AT&S sind die Umsatzerlöse im 1. Geschäftsquartal um drei Prozent auf 349 Mio. Euro zurückgegangen. Wesentliche Treiber für den Rückgang sei der starke Preisdruck sowohl bei Leiterplatten als auch bei IC-Substraten, so das Unternehmen. Aus diesem Grund zeigt sich laut AT&S auch das EBITDA um 14 Prozent schwächer bei 65 Mio. Euro. Zusätzlich zum Preisdruck hätten sich auch Anlaufkosten in Kulim und Leoben, sowie Kosten in Zusammenhang mit dem Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm negativ auf das Ergebnis ausgewirkt, so AT&S. Bereinigt um diese Kosten betrug das EBITDA 97 Mio. Euro (VJ: 92 Mio. Euro), was einem Anstieg von 4 Prozent entspricht. Die EBITDA-Marge lag bei 18,5 Prozent (bereinigte EBITDA-Marge: 27,6 Prozent) und damit unter dem Vorjahresniveau von 20,7 Prozent (bereinigte EBITDA-Marge: 25,5 Prozent). Das EBIT fiel von 8 Mio. Euro auf -8 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag bei -2,3 Prozent (VJ: 2,3 Prozent). Das Konzernergebnis reduzierte sich aufgrund von höheren Finanzierungsaufwendungen von -2 Mio. Euro auf -34 Mio. Euro. Der bisherige Ausblick wird bestätigt: Für das Geschäftsjahr 2024/25 wird ein Jahresumsatz zwischen 1,7 und 1,8 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Exklusive der Effekte aus dem Anlauf der neuen Produktionskapazitäten in Kulim und Leoben sowie Einmalkosten aus der Umsetzung des Kostenoptimierungs- und Effizienzprogrammes (inklusive Freistellungskosten) in Höhe von bis zu 88 Mio. Euro wird die bereinigte EBITDA-Marge voraussichtlich zwischen 25 und 27 Prozent liegen, so das Unternehmen.
„Wie erwartet, bewegen wir uns weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld mit wechselnden Prognosen. Die angesagte Erholung des Marktes findet statt, erfolgt aber langsamer als vorhergesagt. Wir rechnen damit, dass sich die Situation gegen Ende des laufenden Geschäftsjahres stabilisiert“, meint CEO Andreas Gerstenmayer. „Dank der rechtzeitigen Intensivierung unserer Effizienz- und Kostenoptimierungsprogramme sowie der voranschreitenden Kundendiversifizierung ist es uns gelungen, den Umsatz im Vergleich zum vorigen Quartal leicht und das EBITDA sogar um 63 Prozent zu steigern. Dieser Aufwärtstrend bestätigt den laufenden Transformationsprozess, an dem wir weiter hart arbeiten. Noch im laufenden Geschäftsjahr werden wir in den beiden neuen Werken in Malaysia und Österreich die Produktion aufnehmen und unser globales IC-Substrat-Dreieck Chongqing-Kulim-Leoben marktgerecht positionieren“, erklärt Gerstenmayer.
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich auf 691 Mio. Euro (31. März 2024: 676 Mio. Euro). Zusätzlich verfügt AT&S über 432 Mio. Euro an nicht genutzten Kreditlinien zur Sicherstellung der Finanzierung des künftigen Investitionsprogramms und kurzfristig fälliger Rückzahlungen.
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