04.07.2025, 1862 Zeichen
Laut dem jüngsten EY IPO Baromenter wagten im 1. Halbjahr weltweit insgesamt 539 Unternehmen den Sprung aufs Parkett – vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Emissionsvolumen verzeichnet ein Plus von 17 Prozent auf 61,4 Mrd. US-Dollar. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Blick auf die Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal: Bei der Zahl der weltweiten IPOs ist zwar ein Rückgang um 14 Prozent auf 241 Börsengänge zu verzeichnen, das Emissionsvolumen stieg aber auf 31,5 Mrd. US-Dollar (Q2 2024: 28,2 Mrd. US-Dollar).
In Europa sank die Zahl der IPOs um 24 Prozent auf 51; das Emissionsvolumen erreichte nur 5,9 Mrd. US-Dollar verglichen mit 14,7 Mrd. im Vorjahreszeitraum. In Wien gab es im Frühjahr das Listing der Steyr Motors AG im direct market plus, am 3. Juli erfolgte mit dem Biotechnologie-Unternehmen Reploid Group AG das nächste Listing im Segment für KMU an der Wiener Börse. „Im zweiten Quartal 2025 haben Ankündigungen möglicher Strafzölle und neue geopolitische Spannungen die internationalen IPO-Märkte spürbar gebremst“, erklärt Martina Geisler, Leiterin des Bereichs IPO bei EY Österreich. „Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten und der erhöhten Marktvolatilität ist es wenig überraschend, dass sich viele Unternehmen mit Börsenplänen zurückgehalten haben.“
„Investor:innen agieren derzeit sehr selektiv. Für potenzielle Börsenkandidaten ist eine belastbare, nachhaltige Equity Story sowie ein hoher Reifegrad in Bezug auf Börsenfähigkeit entscheidend. Nur so lässt sich ein IPO in einem engen Zeitfenster erfolgreich realisieren“, so Geisler. „Mit dem Rückgang der Volatilität gegen Quartalsende hat sich das Umfeld etwas stabilisiert. Sollten sich geopolitische Spannungen entschärfen und sich der Zinstrend fortsetzen, erwarten wir für die Zeit nach der Sommerpause europaweit wieder zunehmende IPO-Aktivitäten," ergänzt sie.
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Erste Group
Gegründet 1819 als die „Erste österreichische Spar-Casse“, ging die Erste Group 1997 mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Durch zahlreiche Übernahmen und organisches Wachstum hat sich die Erste Group zu einem der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU entwickelt.
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