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AMAG - US-Zölle und höhere Kosten drücken auf Ergebnis

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24.07.2025, 3243 Zeichen

Die AMAG Austria Metall AG (AMAG) hat die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr um +11,1 Prozent auf 786,2 Mio. Euro steigern können. Treiber waren der höhere Aluminiumpreis und die gestiegene Absatzmenge. Das zum Vorjahr geringere EBITDA von 80,6 Mio. Euro (Vorjahreswert: 95,3 Mio. Euro) war laut AMAG zunehmend von US-Zöllen sowie gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Personalkosten beeinflusst. Das Ergebnis nach Ertragsteuern liegt bei 23,4 Mio. Euro, was einem Minus von -29,9 Prozent zum Vorjahreswert entspricht. Die Auswirkungen infolge der 25 Prozent-US-Einfuhrzölle im 2. Quartal 2025 machten sich bemerkbar, die weitere Steigerung der US-Zölle auf 50  Prozent, welche seit 4. Juni 2025 in Kraft sind, beeinflusste das 2. Quartal 2025 nur eingeschränkt, wird sich aber vor allem im 2. Halbjahr 2025 zeigen, so das Unternehmen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird mit 76,2 Mio. Euro ausgewiesen und damit in etwa auf Vorjahresniveau (75,7 Mio. Euro). Das Unternehmen passt den Ausblick an und geht infolge der veränderten Rahmenbedingungen nun von einer EBITDA-Bandbreite für das Gesamtjahr 2025 von 110 Mio. Euro bis 130 Mio. Euro aus (bisher: 110 Mio. Euro bis 140 Mio. Euro).   CEO Helmut Kaufmann: „Die Auslastung konnte bislang auf einem stabilen Niveau gehalten werden, aber Ergebniseinbußen aufgrund von erhöhten Personal- und Energiekosten sowie den US-Zöllen können unmöglich kurzfristig kompensiert werden. Es ist daher dringend notwendig, dass mit der US-Regierung eine tragfähige Einigung über die zukünftigen Handelsbedingungen getroffen wird, die österreichischen Standortbedingungen verbessert werden und die KV-Verhandler für die Herbstrunde Realitätssinn beweisen.“

Zu den einzelnen Segmenten heißt es: Im Segment Metall wird das Ergebnis vor allem von der Produktionsmenge in Kanada und vom Preisniveau für Aluminium, Prämien und Rohstoffe bestimmt. Preisseitig führen derzeit vor allem die weltweiten US-Einfuhrzölle zu negativen Auswirkungen auf die Prämienerlöse. AMAG wird weiterhin flexibel darauf reagieren und Lieferungen auch außerhalb der USA umsetzen. Der Wegfall der Zollbefreiung aus Kanada in den letzten Jahren wird sich dennoch negativ im Ergebnis des Segments Metall widerspiegeln. Das Segment Gießen wird auch im 2. Halbjahr 2025 mit einem schwachen Umfeld in der Automobilindustrie konfrontiert sein. Es ist mit einem zunehmenden Preisdruck im Verkauf von Recycling-Gusslegierungen zu rechnen, der die Ergebnisqualität beeinträchtigen wird. Auch im Segment Walzen ist mit einem fortführenden Preisdruck zu rechnen. Die Absatz- und Ergebnisentwicklungen im Transportsektor werden unter dem Vorjahresniveau erwartet. Insbesondere die schwache Automobilindustrie und Bauratenverschiebungen in der Luftfahrtbranche zeichnen dafür verantwortlich. Ein positiver Trend zeigt sich in der Verpackungsindustrie. Aktuell ist davon auszugehen, dass infolge des veränderten Produktmixes ein Gesamtjahresabsatz von Aluminiumwalzprodukten zumindest auf dem Vorjahresniveau erreicht wird. Die hohen Energie- und Personalkosten sowie die zunehmenden US-Zolleinflüsse können kurzfristig nicht zur Gänze kompensiert werden. Insgesamt wird das Ergebnis 2025 im Segment Walzen spürbar unter dem Vorjahresniveau erwartet.



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1. ASI-zertifiziertes Aluminium der AMAG wird im Audi Werk in Györ (Ungarn) für die Herstellung von Außenhaut- und Innenstrukturbauteilen verarbeitet. (©AMAG) , (© Aussender)   >> Öffnen auf photaq.com

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ASI-zertifiziertes Aluminium der AMAG wird im Audi Werk in Györ (Ungarn) für die Herstellung von Außenhaut- und Innenstrukturbauteilen verarbeitet. (©AMAG), (© Aussender)


Autor
Christine Petzwinkler
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