25.07.2025, 6240 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Zu Agrana: "In unserer aktuellen Unternehmensanalyse berücksichtigen wir die schwachen Zahlen des ersten Quartals 2025/26, die aktualisierte Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 sowie die wesentlichen Informationen zur neuen Segmentierung des Agrana-Geschäfts und zum vollständigen Erwerb von Austria Juice. Wir bestätigen unsere Halten-Empfehlung und heben das Kursziel auf EUR 12,50 je Aktie an (zuvor: EUR 11,80). Die jüngsten Ergebnisse verdeutlichen die starke Abhängigkeit des Unternehmens von den Entwicklungen der wichtigsten Rohstoffpreise. Besonders das Zuckergeschäft leidet unter rückläufigen Absatzpreisen und wird im Geschäftsjahr 2025/26 zusätzlich durch außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den Werksschließungen belastet. Während die langfristige Investmentstory – gestützt durch die Umsetzung der neuen NEXT LEVEL- Strategie – weiterhin intakt bleibt, war die jüngste Geschäftsentwicklung enttäuschend. Dies gilt insbesondere für die Prognose zum zweiten Quartal 2025/26, die einen deutlichen EBIT-Rückgang im Jahresvergleich erwarten lässt. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/26 bleibt verhalten. Mit unserem neuen Kursziel, das ein Aufwärtspotenzial von weniger als 10 % impliziert, sehen wir die kurzfristig gedämpften Aussichten als angemessen eingepreist. Eine vollständige Erholung des Geschäfts dürfte noch Zeit benötigen – und der Weg dorthin könnte insbesondere im Zuckersegment weiterhin holprig verlaufen."
Zu Bawag "Das Management bestätigte neuerlich sowohl den Ausblick 2025 als auch die Finanzziele 2025-2027. Für das heurige Geschäftsjahr wird unverändert ein Nettogewinn von über EUR 800 Mio. (2024: EUR 760 Mio.) und ein RoTCE von über 20% (2024: 26%) erwartet. Das Q2-Ergebnis bewerten wir insgesamt als stark. Den Rückgang der Aktie am Tag der Ergebnisveröffentlichung führen wir vor allem auf Gewinnmitnahmen nach der starken Kursentwicklung der letzten zwölf Monate zurück."
Zu Telekom Austria: "Der Vorstand bestätigte den Ausblick für 2025 mit einem Umsatz- wachstum von 2-3% im Jahresvergleich und CAPEX exkl. Spektrum-Investitionen in Höhe von rund EUR 800 Mio. Wir gehen davon aus, dass das EBITDA in Österreich unter Druck bleiben wird, insbesondere da Investitionen in Cubes nicht aktiviert, sondern als Aufwand erfasst werden. Der wachsende CEE-Markt dürfte jedoch den Rückgang in Österreich ausgleichen. Telekom Austria verlangsamt derzeit den Ausbau des Glasfasernetzes in Österreich und treibt die Umstellung von niedrigen Bandbreiten auf 5G-Cubes voran."
Zu wienerberger: "Aufgrund der entschlossenen Effizienzmaßnahmen, die im ersten Halbjahr 2025 umgesetzt wurden, sowie weiterer positiver Beiträge durch strategische Akquisitionen erwartet Wienerberger für das zweite Halbjahr 2025 ein EBITDA über dem Niveau des ersten Halbjahres. Das Unternehmen bestätigt weiters seinen Ausblick für 2025 (operatives EBITDA von rd. EUR 800 Mi- o.). Wohnbaukredite in Westeuropa (als Frühindikator) erholen sich derzeit und zeigen eine Aufwärtsdynamik. Wir glauben daher, dass Wienerberger auf dem besten Weg ist die Prognose zu erreichen und bleiben bei unserer positiven Sicht. Wienerberger wird die finalen Halbjahreszahlen am 13. August vorlegen."
Zu ams Osram: "Für das 3. Quartal 2025 erwartet der Vorstand einen Umsatz von EUR 790-890 Mio. sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 17-20% (EUR 142-187). Das Unternehmen erwartet eine deutlich stärkere zweite Jahreshälfte, vor allem aufgrund von Produktanläufen und einer Marktnormalisierung. Der Freie Cash Flow soll über EUR 100 Mio. erreichen aufgrund einer verbesserten Profitabilität und geringerer Investitionen. In der Guidance ist ein möglicher Verkauf der micro LED-Fabrik in Kulim nicht berücksichtigt. Der Aktienkurs reagierte zwar mit Gewinnmitnahmen nach dem starken Kursanstieg, wir sehen die Entwicklung allerdings auf Kurs. Vollständige Quartalszahlen werden nächste Woche Donnerstag (31.7) vorgelegt, wobei der Fokus auf weitere Effizienzmaßnahmen und erwartete Marktdynamik im 2H25 und 2026 liegen wird."
Zu Zumtobel: "In einem anhaltend schwachen Umfeld im Bereich Neubau erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2025/26 im dritten Jahr in Folge einen rückläufigen Umsatz im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Marge wird zwischen 1% und 4% erwartet. Wir sind von diesem schwachen Ausblick negativ überrascht und rechnen mit weiteren Restrukturierungsmaßnahmen im GJ2025/26. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung."
Zu AMAG: Die weitere Erhöhung der US-Zölle auf 50%, welche seit 4. Juni 2025 gilt, wird ihre Auswirkung auf die Ergebnisentwicklung vor allem im 2. Halbjahr 2025 zeigen. Infolge veränderter Rahmenbedingungen erwartet der AMAG-Vorstand für das Gesamtjahr 2025 derzeit ein EBITDA in einer Bandbreite von EUR 110-130 Mio. (vormals EUR 110-140 Mio.). Wir sehen bei unserer aktuellen Schätzung von EUR 140 Mio. Revisionsbedarf nach unten, bleiben jedoch bei unserer Halten-Empfehlung aufgrund der eingeschränkten Visibilität auf die Zollthematik."
Zu Palfinger. "Wir sehen unsere positive Einschätzung auch durch die weiterhin attraktive Bewertung unterstützt trotz eines Kursplus von nahezu 100% seit Jahresbeginn. Die Palfinger-Aktie notiert mit einem EV/EBITDA von 7,2x rund 10% unter ihrem 10-Jahres-Schnitt (7,9x) und vor allem mit Abschlägen von ~80% zu ihrem Hauptmitbewerber Hiab. Der Verkauf der eigenen Aktien, welcher wohl noch heuer stattfinden sollte, würde sich zudem positiv auf die Handelbarkeit der Aktie auswirken und auch größeren Aktienfonds ein Investment ermöglichen. Wir bleiben bei unserer positiven Einschätzung, auch wenn der Aktienkurs sich bereits unserem Kursziel von EUR 40 deutlich angenähert hat."
Ausblick: In der kommenden Woche steht wieder eine Vielzahl an Quartalsberichten auf der Agenda: RBI, Verbund, OMV, Andritz und Erste Group werden ihre Halbjahreszahlen präsentieren. AT&S wird weiters über das 1. Quartal 2025/26 berichten.
Börsepeople im Podcast S23/11: Daniela Herneth
Aktien auf dem Radar:AT&S, OMV, Lenzing, Amag, EuroTeleSites AG, Zumtobel, Österreichische Post, DO&CO, Josef Manner & Comp. AG, Rath AG, RBI, Semperit, Warimpex, Telekom Austria, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Austriacard Holdings AG, Agrana, CA Immo, EVN, Flughafen Wien, Frequentis, CPI Europe AG, Verbund, Rheinmetall, Deutsche Telekom, Fresenius Medical Care, Fresenius, Henkel, Beiersdorf, Scout24.
Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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