19.09.2025, 5574 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Zu AT&S: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur AT&S bestätigen wir unsere Akkumulieren-Empfehlung mit neuem Kursziel EUR 22,50/Aktie (zuvor: EUR 24,30). AT&S befindet sich unserer Meinung nach auf einem guten Weg, die erweiterten Kapazitäten und das wachsende Kundenportfolio im IC-Bereich zu monetarisieren. Die Bewertung für das laufende Wirtschaftsjahr auf Basis unserer Schätzungen sieht aufgrund der schwachen Margen jedoch noch nicht attraktiv aus. Das Bild dreht jedoch, sollte der erwartete Wachstumspfad umgesetzt werden und die AT&S-Aktie notiert zu Abschlägen auf Basis EV/EBITDA, Kurs/Gewinn und Kurs/Buchwert."
Zu Telekom Austria: "In unserem neuen Sektorreport zu den Telekom-Werten in Österreich und CEE erhöhen wir unser Kursziel für die Telekom Austria-Aktie von EUR 9,40 auf EUR 10,30 je Aktie, stufen jedoch unsere Empfehlung von Akkumulieren auf Halten herab. Auch im Peer Group Vergleich sehen wir derzeit nur begrenztes Kurspotenzial für die TA-Aktie. Auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses als auch des EV/EBITDA 2026e ist die Aktie fair bewertet. Auch die erwartete Dividendenrendite von rund 4,6% für 2025 (unsere Schätzung: EUR 0,45/Aktie) liegt nahe dem Branchenschnitt."
Zu EuroTeleSites: "In unserem neuen Sektorreport zu den Telekomwerten in Österreich und CEE bestätigen wir unsere Akkumulieren-Empfehlung und unser Kursziel von EUR 5,90/Aktie für die EuroTeleSites. Die ETS-Aktie hat sich seit unserem letzten Bericht im Juni kaum bewegt, was teilweise auf die Befürchtungen einer Konsolidierung des Mobilfunkmarktes in diesem Sektor zurückzuführen sein könnte. Aufgrund des erwarteten Wachstums bei der Vermietung an Dritte und des schneller als erwarteten Schuldenabbaus bleiben wir der ETS-Aktie gegenüber weiter positiv eingestellt."
Zu SBO: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur SBO bestätigen wir unsere Kaufen-Empfehlung, kürzen unser Kursziel jedoch auf EUR 38,30/Aktie (zuvor: EUR 50,50). Trotz des aktuell herausfordernden Marktumfelds stufen wir die langfristigen Aussichten der SBO weiter intakt und als vielversprechend ein, untermauert durch die Flexibilität, Innovationsführerschaft und die wachsende Präsenz im Nahen Osten (Saudi-Arabien, Dubai) und Asien (Vietnam). Die Bilanz der SBO ist weiterhin stark und bietet eine gute Basis für die geplanten M&A Aktivitäten, die einen zusätzlichen Katalysator für die Aktie darstellen könnten."
Zu VIG: In unserem aktuellen Sektorreport zu österreichischen Versicherungsunternehmen bestätigen wir unsere Kaufempfehlung für die VIG und heben das Kursziel auf EUR 55,0 je Aktie an (zuvor: EUR 47,0). Mit einem Kursplus von über 50 % seit Jahresbeginn zählt die VIG-Aktie zu den fünf stärksten Werten im ATX. Diese Performance wird durch solide Fundamentaldaten und die Aussicht auf nachhaltiges Gewinnwachstum gestützt. Trotz der Kursrallye bleibt die Bewertung attraktiv: Das Kurs-Gewinn- Verhältnis liegt unter 8,0x, der Kurs-Buchwert knapp unter 1,0x. Die gestiegenen Kurse haben jedoch die Dividendenrendite auf rund 4 % gedrückt – ein Wert unter dem historischen Durchschnitt sowie unter dem Branchenschnitt. Angesichts der starken Kapitalausstattung und der dynamischen Ergebnisentwicklung sehen wir mittelfristig Spielraum für höhere Dividendenausschüttungen. Für 2025 erwarten wir eine Dividende von EUR 1,80 je Aktie (nach EUR 1,55 für 2024). Das geplante Strategie-Update für den Zeitraum 2026–2028 könnte unserer Einschätzung nach mittelfristig den Weg für Ausschüttungen über EUR 2,00 je Aktie ebnen. Erste Einblicke in die neuen Ziele wird der Vorstand mit den Q3-Zahlen geben."
Zu Uniqa: "In unserem aktuellen Sektorreport zu österreichischen Versicherungsunternehmen bekräftigen wir unsere Akkumulieren-Empfehlung für die Uniqa-Aktie und heben das Kursziel auf EUR 14,20 je Aktie an (zuvor: EUR 13,00). Obwohl die Uniqa-Aktie mit einem Kursplus von fast 70% seit Jahresbeginn mit Abstand der Top-Wert im ATX ist, bleibt die Bewertung weiterhin attraktiv. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt nach wie vor im einstelligen Bereich. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,1 bis 1,2 wird durch eine prognos- tizierte Eigenkapitalrendite von 13% im Jahr 2025 gut gestützt."
Zu Palfinger: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur Palfinger-Aktie bestätigen wir un- sere Kaufen-Empfehlung und erhöhen unser Kursziel auf EUR 43,40/Aktie von zuvor EUR 40,00. Auch die Peer Group Bewertung stützt unsere positive Einschätzung. Trotz einer Kursrallye von fast 80% seit Jahresbeginn notiert die Palfinger-Aktie weiterhin mit deutlichen Abschlägen von rund 35-55% auf Basis EV/EBITDA und KGV zum großen Konkurrenten Hiab."
Zu Kontron: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur Kontron-Aktie bekräftigen wir un- sere Kaufen-Empfehlung und erhöhen unser Kursziel leicht auf EUR 30,9/Aktie (zuvor: EUR 30,0). Wir sehen Kontron weiter auf gutem Weg, sein 5G-Potenzial in Zukunft zu monetarisieren. Zudem notiert die Kontron weiter mit deutlichen Abschlägen zu allen Werten unserer Peer Group. Die Aktie wird mit einem EV/EBITDA von 6,8/6,8/5,8x und einem KGV von 10,2/10,5/8,9x für FY25- FY27e gehandelt, d.h. mit Abschlägen von ca. 65-70% gegenüber dem Median der Peer Group."
Ausblick: Kommende Woche stehen keine größeren Unternehmensereignisse am Wiener Börsenkalender. Die Zumtobel hält ihre Hauptversammlung ab.
Börsepeople im Podcast S24/01: Erwin Größ
Aktien auf dem Radar:Uniqa, Semperit, FACC, EuroTeleSites AG, Telekom Austria, Bawag, ATX NTR, RBI, VIG, voestalpine, Erste Group, DO&CO, CA Immo, Andritz, ATX, Rosgix, Porr, Wienerberger, ATX TR, ATX Prime, Palfinger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, UBM, Polytec Group, Verbund, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Österreichische Post, Zalando.
Erste Group
Gegründet 1819 als die „Erste österreichische Spar-Casse“, ging die Erste Group 1997 mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Durch zahlreiche Übernahmen und organisches Wachstum hat sich die Erste Group zu einem der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU entwickelt.
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