30.10.2025, 1802 Zeichen
Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat in den ersten neun Monaten 2025 in ihrem Kernkonzern (ohne Russland) ein Konzernergebnis in Höhe von 1,027 Mrd. Euro (plus 21 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024) erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 1.611 Mio. Euro und damit um 15,3 Prozent höher als in der Vorjahresperiode. Der Zinsüberschuss blieb mit 3.129 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (3.113 Mio.) trotz der rückläufigen Zinsen in den meisten Märkten der RBI nahezu konstant. Der Provisionsüberschuss verzeichnete mit 1.473 Mio. Euro einen Anstieg von 9 Prozent. Die Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte liegt bei -120 Mio. Euro (Vorjahr: -153 Mio. Euro). Die NPE Ratio verbesserte sich auf 1,7 Prozent und befindet sich damit auf einem historisch niedrigen Niveau, wie es seitens der RBI heißt. „Ich bin mit der Qualität unseres Kreditportfolios sehr zufrieden. Aufgrund der geopolitischen Spannungen setzen wir unsere vorausschauende Risikopolitik konsequent fort“, erklärte RBI-Risikovorstand Hannes Mösenbacher.
Die RBI setzte den Abbau ihres Geschäfts in Russland in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 fort. Seit Kriegsbeginn wurde das Kreditvolumen der Raiffeisenbank Russland von 13,7 Mrd. Euro auf 4,5 Mrd. Euro reduziert. Das Einlagenvolumen der Raiffeisenbank Russland nahm seit Kriegsbeginn um 38 Prozent ab. Der Ergebnisbeitrag der Raiffeisenbank Russland zum Gesamtkonzern wurde massiv durch die von einem russischen Gericht der Rasperia Trading Limited zugesprochene Schadenersatzsumme belastet, die vom Konto der Raiffeisenbank bei der Russischen Zentralbank eingezogen wurde. Dadurch ist das Konzernergebnis der RBI inklusive Russland um rund 100 Mio. Euro niedriger als das Konzernergebnis ohne Russland, wie die Bank mitteilt.
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