25.02.2026, 2184 Zeichen
EVN verbucht im 1. Quartal 2025/2026 einen Anstieg beim Umsatz um 3,3 Prozent auf 830,7 Mio. Euro, der vor allem auf regulatorisch bedingte Preiseffekte bei den Verteilnetzgesellschaften in Niederösterreich und Bulgarien zurückzuführen war, wie das Versorgungs-Unternehmen erklärt. Dieser Entwicklung stand ein preis- und mengenbedingter Umsatzrückgang im Bereich der erneuerbaren Erzeugung gegenüber. Hinzu kam, dass der Vertrag über die Bereitstellung von Reserveleistung aus dem Kraftwerk Theiß durch den Übertragungsnetzbetreiber APG nicht verlängert wurde und daher mit 30. September 2025 auslief. Damit reduzierten sich auch die Umsätze aus der thermischen Stromerzeugung. Die Erzeugungskoeffizienten sowohl für Wind und Wasser lagen laut EVN – mit Ausnahme der Wasserführung in Nordmazedonien – in allen Märkten deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt und dem Vorjahresniveau.
Das EBITDA ging um 2,2 Prozent auf 247,4 Mio. Euro zurück. Das hohe Investitionsniveau der EVN führte zu einem Anstieg der planmäßigen Abschreibungen. Das EBIT verzeichnete dadurch einen Rückgang um 7,8 Prozent auf 153,2 Mio. Euro. Das Konzernergebnis wird mit 126,9 Mio. Euro ausgewiesen (+9,8 Prozent). Hier ist die Auflösung einer Rückstellung für Steuerverbindlichkeiten und ein Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile berücksichtigt.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 geht die EVN von einem EBITDA und einem Konzernergebnis etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus. Das Konzernergebnis wird dabei in einer Bandbreite von etwa 430 Mio. Euro bis 480 Mio. Euro erwartet. Im Rahmen der Strategie 2030 wird die EVN bis 2030 jährlich etwa 1 Mrd. Euro investieren. Davon fließen circa vier Fünftel nach Niederösterreich mit den Schwerpunkten Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung, Großbatteriespeicher, E-Ladeinfrastruktur und Trinkwasserversorgung.
Seitens der Raiffeisen-Analysten heißt es in einer Kurzmitteilung zu den Zahlen: "EVN erzielte im ersten Quartal 2025/26 ein moderates Umsatzwachstum, getragen von regulatorischen Preiseffekten im Netzgeschäft. Während schwächere Erzeugungsbedingungen das operative Ergebnis belasteten, entwickelte sich das regulierte Geschäft weiterhin sehr robust."
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