12.03.2026, 3306 Zeichen
Die Österreichische Post weist für 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 3.043,3 Mio Euro aus, das ist ein um 2,6 Prozent geringerer Wert als im Vorjahr. In der Division Brief & Werbepost ging der Umsatz um 6,8 Prozent zurück und war geprägt vom strukturellen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution aber auch vom Entfall der positiven Sondereffekte des Vorjahres (Anm. Wahlen). Darüber hinaus sind ein zurückhaltendes Investitionsklima, Effizienzmaßnahmen und auch geringere Werbeausgaben von Unternehmen feststellbar, so die Post. In der Division Paket & Logistik stiegen die Umsatzerlöse um 1,2 Prozent. In Österreich haben sich die Umsatzerlöse positiv (+5,8 Prozent) entwickelt, während es im Raum Südost- und Osteuropa einen Rückgang der Umsatzerlöse gab. Das Paketgeschäft in der Türkei bleibt durch die hohe Inflation und die Wechselkursentwicklung der türkischen Lira geprägt. Die Division Filiale & Bank zeigte einen Umsatzrückgang von 8,8 Prozent. Die Filialdienstleistungen waren durch die Beendigung der Telekom-Vertriebskooperation beeinflusst. Auch das Finanzdienstleistungsgeschäft zeigte einen Rückgang durch das gesunkene EZB-Leitzinsniveau. Unterm Strich werden Ergebnis-Kennzahlen unter dem Vorjahr: ausgewiesen. Die 2020 gegründete bank99 hat mit ihren rund 300.000 Kund*innen in Österreich positiv zum Gesamtergebnis beigetragen, betont das Unternehmen. Das EBITDA des Konzerns reduzierte sich gegenüber 2024 um 2,2 Prozent auf 413,3 Mio Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 5,0 Prozent auf 196,9 Mio Euro zurück. Das Periodenergebnis für das Jahr 2025 liegt bei 134,0 Mio Euro (–8,1 Prozent). Der Hauptversammlung am 15. April 2026 wird eine Dividende auf Niveau des Vorjahres von 1,83 Euro je Aktie vorgeschlagen. CEO Walter Oblin:„Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und der positiven Sondereffekte im Vorjahr zeigte die Österreichische Post im Geschäftsjahr 2025 eine solide operative Entwicklung. In Österreich haben wir unser Paketwachstum auch 2025 fortgesetzt und wir konnten unsere führende Marktposition erfolgreich behaupten. Mit einem Anteil von 63 Prozent am Privatkund*innen-Paketmarkt bleibt die Post klare Marktführerin und zentrale Partnerin im heimischen E‑Commerce.“
Für das laufende Jahr wird wieder ein leichter Umsatzanstieg erwartet. Gleichzeitig ist weiterhin mit inflationsbedingten Kostensteigerungen zu rechnen. Daher werden umfassende Initiativen ergriffen, um das Ergebnisniveau des Konzerns abzusichern, so das Unternehmen. Für 2026 peilt die Österreichische Post bei schwierigem makroökonomischem Umfeld und leicht verbesserten Konjunkturprognosen eine weitgehend stabile Ergebnisentwicklung in der Größenordnung der letzten Jahre an. Weiter positiv zum Ergebnis wird die bank99 beitragen, auch durch den Wegfall der erfolgten Kernbankenmigration. Es wird umsatz- und ergebnisseitig mit einem zum Vorjahr schwächeren ersten und stärkeren zweiten Halbjahr gerechnet. Insbesondere im ersten Quartal 2026 ist das Geschäft der Österreichischen Post belastet durch die Umstellung der bisherigen Telekom-Vertriebskooperation auf die eigene Mobilfunk-Marke YELLLOW, ein herausforderndes Marktumfeld in Südost- und Osteuropa und in der Türkei durch regulatorisch bedingt reduzierte Paketmengen aus Asien.
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