30.04.2026, 2661 Zeichen
Die Erste Group hat die Zahlen zum 1. Quartal veröffentlicht, die erstmalige Einbeziehung der Erste Bank Polska führte dabei zu deutlichen Veränderungen der Kennzahlen. Unterm Strich liegt das Periodenergebnis jedenfalls um 18,2 Prozent höher bei 879 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss stieg um 42,8 Prozent auf 2.674 Mio. Euro. Anstiege gab es laut Erste Group insbesondere in der Slowakei, Tschechien und Ungarn aufgrund von Kreditwachstum und der geringeren Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen, Letztere insbesondere in Österreich. Zusätzlich leistete Polen einen wesentlichen Beitrag von 681 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 23,7 Prozent auf 965 Mio. Euro, davon entfielen auf Polen 128 Mio. Euro. Insgesamt wurden im ersten Quartal Integrationskosten von 30 Mio. Euro verbucht. Die Personalaufwendungen stiegen inklusive Polen-Konsolidierung um 22,7 Prozent auf 974 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 48,7 Prozent auf 2.167 Mio. Euro.
Das Ergebnis aus Wertminderungen von Finanzinstrumenten betrug -439 Mio. Euro bzw. 68 Basispunkte des durchschnittlichen Bruttokundenkreditbestands (von -85 Mio. Euro bzw. 15 Basispunkten). Der Anstieg war laut Erste Group wesentlich durch Dotierungen von Wertberichtigungen für Kredite und Darlehen im Rahmen der Vorschriften des IFRS 9 für die erstmalige Einbeziehung des polnischen Portfolios bedingt (302 Mio. Euro bzw. 47 Basispunkte). Die NPL-Quote bezogen auf Bruttokundenkredite blieb mit 2,4 Prozent stabil. Die NPL-Deckungsquote (ohne Sicherheiten) belief sich auf 67,9 Prozent (69,7 Prozent). Die Harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) sank auf 14,5 Prozent (19,3 Prozent), die Gesamtkapitalquote auf 19,5 Prozent (24,8 Prozent). Die Erstkonsolidierung der Erste Bank Polska wirkte sich mit 455 Basispunkten negativ auf die CET1-Quote aus. Die Bilanzsumme stieg um 22,1 Prozent auf 450,0 Mrd. Euro. Die Kundenkredite stiegen um 18,8 Prozent auf 275,6 Mrd. Euro, insbesondere durch das polnische Portfolio in der Höhe von 40,1 Mrd. Euro. In den anderen Kernmärkten wurden vor allem in Österreich und Tschechien Anstiege verzeichnet.
Für 2026 hat sich die Erste Group das Ziel gesetzt, eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von circa 19% zu erwirtschaften und den Gewinn je Aktie um mehr als 20 Prozent zu steigern. Es wird ein Zinsüberschuss von mehr als 11 Mrd. Euro, ein Provisionsüberschuss von etwa 4 Mrd. Euro erwartet. Der ausgewiesene Nettogewinn der Erste Group wird mit etwas unter 4 Mrd. Euro prognostiziert, der um außerordentliche Posten im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von Erste Bank Polska bereinigte Nettogewinn wird bei etwas über 4 Mrd. Euro erwartet, so die Bank.
Börsepeople im Podcast S24/21: Hugo Brock
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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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