21.03.2026, 3808 Zeichen
Die wichtigsten Trendanalysten der Modebranche haben ihre Prognosen für den kommenden Herbst und Winter veröffentlicht. Ihre einhellige Botschaft: Der Minimalismus ist vorbei. Stattdessen dominieren ab Herbst/Winter 2026/27 opulente Materialien, extreme Silhouetten und satte Farben die Straßenbilder.
Die Berichte von Trendalytics, JOOR, Coveteur und dem FACES Magazin markieren den offiziellen Übergang von den Laufsteg-Shows zur konkreten Straßenmode. Sie dienen Einkäufern und Modehäusern aktuell als Richtschnur für die Order-Saison.
Outerwear wird deutlich massiver. Das FACES Magazin identifiziert in den Kollektionen von Loewe und Louis Vuitton Mäntel mit enormem Volumen. Passend dazu kommen überdimensionale Schals und extrem verlängerte Ärmel. JOOR spricht von "Cocooned Confidence" – kokonartigen Silhouetten durch ovale Ärmel und voluminöse Schnitte.
Parallel feiern taktile Materialien ein Comeback. Coveteur hebt Faux Fur, Shearling und aufwendige Fransen hervor. Samt kehrt zurück und soll laut den Analysten Tiefe und Bewegung in den Look bringen. Robustes Leder in erdigen Tönen wie Olivgrün oder Schokoladenbraun dominiert bei Jacken im Bomber- und Aviator-Stil.
Die Datenplattform Trendalytics beschreibt einen klaren Makrotrend: "More is More". Es geht um bewusst exzessives Styling. Dazu gehören das Mischen neutraler mit kräftigen Farben, auffälliger Schmuck und übergroße Taschen.
Das FACES Magazin bestätigt diesen Ansatz unter dem Begriff des kreativen Layerings. Street-Style-Looks werden komplexer. Röcke über Hosen oder Hemden über grobem Strick brechen mit traditionellen Regeln. Der "Sporty Mix" kombiniert alltägliche Luxus-Kleidung mit sportlichen Elementen.
Auch Strick wird opulenter. JOOR verzeichnet starke Nachfrage nach Intarsien-Strick, mehrfarbigen Argyle-Mustern und geometrischen Jacquard-Pullovern. Ein Hybrid-Schuh sorgt für Diskussionen: die Kombination aus Sneaker und Kitten-Heel-Slingback.
Die Berichte zeigen eine starke nostalgische Strömung. Trendalytics sieht eine Neuinterpretation von Bürokleidung der 1950er bis 1980er Jahre. Gleichzeitig entsteht ein "New Minimal"-Ansatz. Dieser basiert nicht auf einfachen Basics, sondern auf raffiniertem Drapieren, subtilen Prints und der kreativen Aufwertung klassischer Teile. JOOR prägt hier den Begriff des "Nouveau Tuxedo".
Kontrast dazu bietet "The Other Side". Hier fließen Grunge-Elemente, dunkle Karomuster und dekonstruierte Kleidung in den Street Style ein. Die Kombination aus figurbetonter Seide, schwerem Samt und Lingerie-Details sorgt für eine gotisch anmutende Romantik.
Die Farbpalette spiegelt diese tiefe Ausrichtung wider. Töne wie "Moody Maroon" – tiefe Burgunder-Nuancen – sowie Royal-Violett und leuchtendes Blau sollen die Straßen dominieren.
Die Prognosen wirken sich direkt auf die Einkaufsstrategien der Luxuseinzelhändler aus. Boutiquen und Department Stores passen ihr Sortiment in den kommenden Wochen an. Die Rückkehr zu opulenteren Materialien wie Samt und hochwertigem Faux Fur festigt die Preispositionierung der Marken im Premiumsegment.
Der Trend zum komplexen Layering hat einen weiteren Effekt: Konsumenten benötigen mehr Einzelteile für die gewünschten Looks. Marktexperten erwarten dadurch steigende durchschnittliche Warenkörbe im Luxussegment.
Die ersten Kollektionen, die diese Street-Style-Prognosen aufgreifen, kommen ab dem späten Sommer in den Handel. Experten gehen davon aus, dass sich die Straßenbilder der Metropolen bis Oktober deutlich verändern werden. Die Dominanz von extremen Silhouetten, taktilen Materialien und satten Farben wird den "Quiet Luxury"-Trend der vergangenen Jahre ablösen oder stark modifizieren.
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