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RBI - Höhere Bankenabgaben und Vorsorgen belasten Konzernergebnis

05.05.2026, 2033 Zeichen

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im 1. Quartal 2026 ein Konzernergebnis in Höhe von 209 Mio. Euro erwirtschaftet (ohne Russland). Im Vorjahresquartal lag der Wert bei 260 Mio. Euro. Der Rückgang wird seitens der Bank mit höheren Bankenabgaben (177 Mio. Euro) sowie gestiegenen Risikovorsorgen aufgrund der makroökonomischen Auswirkungen des Irankonflikts erklärt. Die Risikokosten im Kernkonzern betrugen 103 Mio. Euro und lagen damit um 56 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Zinsüberschuss stieg im Vergleich zum 1. Quartal 2025 um 3 Prozent auf 1.076 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 11 Prozent auf 520 Mio. Euro zu. Die Forderungen an Kunden im Kernkonzern stiegen im Vergleich zum Jahresende 2025 um 3 Prozent auf 105 Milliarden Euro.

Die harte Kernkapitalquote der RBI ohne Russland betrug zum Ende des ersten Quartals 2026 14,9 Prozent. Bei der Berechnung dieser Kennzahl geht die RBI von einem Worst-Case-Szenario aus, in dem sie die Raiffeisenbank Russland entkonsolidieren muss und dabei deren gesamtes Eigenkapital verliert. Die NPE Ratio liegt bei 1,6 Prozent (Q1 2025: 1,7 Prozent).  „Unsere NPE Ratio befindet sich dank einer vorausschauenden Risikopolitik auf einem Allzeittief. Angesichts der ökonomischen Auswirkungen des Irankonflikts setzen wir diese konsequent fort“, erklärte RBI-Risikovorstand Hannes Mösenbacher.

Die RBI kündigte im ersten Quartal die Übernahme der Garanti BBVA Group Romania sowie im April ein öffentliches Übernahmeangebot für die ausstehenden Aktien der Addiko Bank an. „Die Akquisitionen ermöglichen es uns, zu einem attraktiven Preis unsere Marktpositionen in Rumänien und Kroatien zu verbessern sowie wieder in den slowenischen Markt einzusteigen“, kommentierte RBI-Finanzvorständin Kamila Makhmudova.

Für das Gesamtjahr wird ein Zinsüberschuss von rund 4,4 Mrd. Euro und ein Provisionsüberschuss von rund 2,1 Mrd. Euro erwartet, zudem eine harte Kernkapitalquote von rund 14,3 Prozent (unter Berücksichtigung der geplanten Akquisitionsprojekte).



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