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Gut mit Geld: Mietpreisentwicklung in Österreich

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07.06.2012, 2059 Zeichen

Die Preise für Mietwohnungen entwickeln sich über die Jahre und sie entwickeln sich grundsätzlich nur in eine Richtung - nach oben. Grundsätzlich ist das auch vernünftig, denn Wohnraum zu vermieten muss sich lohnen und die Mieten sollten demnach nicht hinter der Inflation zurück bleiben.

Andererseits lebt knapp die Hälfte der österreichischen Haushalte in Mietwohnungen. Steigen die Mieten zu stark, dann ist das nicht nur lästig für die Mieter, es sinkt somit auch die Kaufkraft der Hälfte aller ÖsterreicherInnen die in die Miete fließt.

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Zuletzt wurde Wohnen, durch den Anstieg der Richtpreismieten Anfang April 2012, wieder deutlich teurer. Ab 1.Mai haben das zahlreiche Haushalte zum ersten Mal zu spüren bekommen. Etwa 300.000 Wohnungen sind von dieser Erhöhung betroffen, etwa 220.000 davon in Wien. Eine 80 qm Altbauwohnung kostet rund 30 Euro mehr im Monat, das sind 360 Euro im Jahr. Zwischen 2000 und 2010 betrug die Inflation in Österreich 21% und die Löhne stiegen um 22%, eine Mietsteigerung über die letzten Jahre können die Mieter also grundsätzlich verkraften. Insgesamt stiegen die Mieten seit 2000 aber um 34,5 %. Unter dem Strich wird Mieten also zu einem immer teureren Unterfangen. Der hohe Fixposten “Miete” nimmt in der monatlichen Haushaltskasse einen immer größeren Stellenwert ein.

Zahlreichen Mietern ist diese Entwicklung ein Dorn im Auge. Dennoch trägt bei vielen Privatvermietern eine Mietwohnung entscheidend zur Altersvorsorge bei. Einen vertretbaren Ausgleich bei der Entwicklung der Mieten zu finden ist also wichtig für das soziale Gleichgewicht in einer Zivilgesellschaft.

Einen Überblick zur Mietpreisentwicklung der letzten zehn Jahre gibt die Arbeiterkammer. Da Wien im Besonderen von der letzten Erhöhung betroffen ist, stellte Immo.net eine Übersicht zur Erhöhung vom April 2012 online.

Findet ihr das die Entwicklung der Mieten noch vertretbar ist, oder bereits zu hoch?

(In Kooperation mit www.gutmitgeld.at, der obige Text stammt aus dem riesigen Fundus von ebendort)

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