10.04.2026, 3530 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat gestern Donnerstag nach der Vortagesrally mit leichten Verlusten geschlossen. Im Späthandel wurden die Abschläge etwas eingegrenzt. Der ATX fiel zum Sitzungsende um 0,17 Prozent auf 5.655,52 Einheiten, nachdem der österreichische Leitindex am Vortag um mehr als vier Prozent hochgesprungen war. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es nach dem gestrigen Schub nach oben mit den Aktienkursen wieder abwärts. Am Mittwoch hatte noch die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg international die Märkte beflügelt und mit der geplanten Öffnung der Straße von Hormuz die Ölpreise in die Tiefe gedrückt. Die Feuerpause im Nahen Osten scheint nun brüchig zu sein und die Rohölnotierungen legten wieder klar zu. Andere Einflussfaktoren haben es laut Analysten neben den Entwicklungen rund um den Krieg im Nahen Osten schwer, sich Geltung zu verschaffen. Das war auch gestern Donnerstag wieder der Fall. Vielmehr richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf neue Informationen zur Waffenruhe und zu den anstehenden Friedensgesprächen sowie auf die Frage, wie schnell die Hunderte vor Anker liegenden Tanker den Transport von Öl und Gas wieder aufnehmen können.
Am Wiener Aktienmarkt rückte auf Unternehmensebene der Bankensektor in den Fokus. Die Raiffeisen Bank International (RBI) plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Addiko Bank AG. Die RBI will den Aktionären 23,05 Euro je Aktie in bar bieten. Dies entspreche einem Aufschlag von 20 Prozent auf den von Experten ermittelten Eigenkapitalwert. Das Angebot ist an eine Annahmequote von über 75 Prozent sowie an behördliche Genehmigungen geknüpft. Die RBI-Anteilsscheine fielen in einem schwachen Umfeld um 0,9 Prozent. Die Addiko-Aktie rutschte 5,4 Prozent auf 24,60 Euro ab. Die geplante Transaktion steht im Einklang mit der strategischen Neuausrichtung der RBI nach der Russland-Neupositionierung und der Konzentration auf das Kerngeschäft. Die OMV veröffentlichte zudem ihren Quartalszwischenbericht und die Aktie schloss mit minus 0,4 Prozent. Der Öl-, Gas- und Chemiekonzern hat im ersten Quartal 2026 die Auswirkungen des Iran-Krieges zu spüren bekommen. Die durchschnittliche Fördermenge sank im Vergleich zum Vorquartal von 300.000 auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (boe/d). Zudem rechnet der Konzern laut dem Trading Update wegen unterbrochener Rohölströme mit einmaligen Absicherungsverlusten von rund 100 Millionen Euro. Andritz gewannen 4,1 Prozent. Der steirische Anlagenbauer meldete für das erste Quartal 2026 einen Rekordauftragseingang in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Konzern wies darauf hin, dass sich der außergewöhnlich hohe Wert nicht auf die verbleibenden Quartale hochrechnen lasse. Trotz des starken Jahresauftakts bestätigte das Management seine Prognose für den Umsatz und das operative Ergebnis (Ebita) im Gesamtjahr 2026. Frequentis hat im Vorjahr Umsatz und Ergebnis erneut im zweistelligen Prozentbereich gesteigert. Der Umsatz stieg um rund ein Fünftel auf 580,1 Millionen Euro, das Betriebsergebnis (Ebit) um knapp die Hälfte auf 46,8 Millionen Euro, bestätigte der Anbieter von Kommunikations- und Informationssystemen für Kontrollzentralen vorläufige Zahlen. Die Aktie fiel um 3,5 Prozent. Die Papiere des Cateringunternehmens Do&Co kamen um 4,4 Prozent zurück, nachdem die Titel am Vortag in einem starken Sektor um fast 15 Prozent hochgesprungen waren."
Börsepeople im Podcast S25/02: Elke Vlach
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