18.11.2012,
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(aus:
Fachheft 2) Im Rahmen eines „Cafe BE“-Roundtables für den Börse Express war Zeit für die Spezialfrage zur Trendgeschichte „Re-IPO“. Lenzing machte es erfolgreich vor. Jetzt kommt die Uniqa ...
--- bezogen auf ... ---Uniqa hat Banken für Re-IPO ausgewählt
Uniqa hat Banken für Re-IPO ausgewählt - Bloomberg berichtet von Morgan Stanley, Deutsche Bank und RCB
--- ... einen Artikel im BE ---... die Börse Wien-Experten Günther Artner (Erste Group), Wolfgang Matejka (Matejka & Partner), Bernd Maurer (RCB), Thomas Neuhold (Kepler) und Roland Neuwirth (Salus Alpha) wurden von mir zum Re-IPO-Wordrap gebeten ...
Das Thema Re-IPO ist bei Lenzing gut gelaufen, die Uniqa kommt jetzt auch sehr früh mit der Re-IPO-Ansage. Meinungen - ein Trend?
Roland Neuwirth: Das Thema ist positiv, die Realität zeigt aber leider gegenteilige Dinge, siehe BWT. Ich sehe auf Sicht zwei Jahre eher Squeeze Outs. Ich sehe die Uniqa als Kaufempfehlung für Mutige.
Ist das eine Spekulation auf eine verstärkte Kapitalmarktpräsenz?
Neuwirth: Die Uniqa war nie eine günstige Versicherung von der Bewertung her, die Aktie ist aktuell illiquide. Die Hoffnung, die es gibt, ist die Hoffnung auf den Raiffeisenkonzern und den neuen Uniqa-CEO Andreas Brandstetter, das Unternehmen in der Profitablität zu verbessern. Die Konstellation kann ja auch so sein, dass statt einem Re-IPO ein Börserückzug kommt. Das Bemühen eines Re-IPOs ist absolut in Ordnung. Man muss ja auf Talanx schauen: Das IPO wurde abgesagt, zwei Wochen später wurde es wieder probiert. Wenn die Börsen mitspielen und auch sonst alles passt, sind auch bei Uniqa viele Konstellationen drin. Strategisch ist viel möglich, Re-IPO ist eine gute Überschrift.
Bernd Maurer: Lenzing ist ein tolles Paradebeispiel für alles, was für Re-IPOs gilt, das ist ja eine neue Wortkreation.
Ist das eigentlich eine österrreichische Sache? Wenn man googelt, findet man nicht viel. Uniqa und Lenzing dominieren, dazu auch die Istanbul-Kapitalerhöhung von Do&CO ...
Maurer: Re-IPO klingt jedenfalls besser als Kapitalerhöhung. Lenzing war eben das Paradebeispiel.
Auch die Vienna Insurance Group war da Role-Model, nur hat man es damals noch nicht Re-IPO genannt ...
Maurer: Die Uniqa hat aggressiv gesetzte Ziele, vom Freefloat und der Market Cap wäre die Uniqa nach einem Re-IPO sehr interessant. Man hat auch sehr früh gesagt, was man vorhat. Hoffen wir und schauen wir, ob das so klappt.
Günther Artner: Das Thema Re-IPO bei der Uniqa hat dazu geführt, dass die Aktie mal gesunken ist, weil man sich die Bewertung näher angesehen hat. Die Aktie ist immer deutlich über dem Buchwert gelegen, auf dem aktuellen Niveau ist es aber zu einer fairen Bewertung gekommen. Leider sehe auch ich Börserückzüge immer stärker. BWT, Pankl, KTM, dazu Aktienrückkäufe. Das Aktienangebot wird immer kleiner. Wir werden über Monate sehen, dass das Angebot sinkt, bei gleichzeitig steigender Nachfrage kann es positive Kurseffekte geben. Uniqa muss ich sagen: Ich finde es wirklich toll, was gesagt wurde; als Einstieg ist es zu früh.
Weitere Kandidaten?
Artner: Eventuell Agrana, da mussten wir die Coverage wegen Illiquidität einstellen. Agrana ist ein grosses und gutes Unternehmen, das könnte ich mir gut vorstellen.
Wolfgang Matejka: Vom Thema Re-IPO stelle ich mir vor, was in einem Unternehmen vorgehen muss, damit so etwas passiert. Wenn Banken kein Geld geben und der Kapitalmarkt sagt „ich gebe es Dir schon, wenn Du Dich änderst und zwar langfristig“; dann finde ich das gut. So gesehen ist das Thema Uniqa ein Positives und es sollte für die Mutigen gar nicht mehr so viel Mut erfordern. Auch weitere Kandidaten kann man suchen, in dem man schaut, wer Probleme mit der Finanzierung bekommt.
Also Fazit: Die Unterscheidung zwischen Kapitalerhöhung und Re-IPO ist verschwindend. Aber vom Marketing her ein Riesen-Unterschied. Und: Eine Uniqa gehört in den ATX.
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