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Wiener Hindernismeisterschaften (Christoph Sander)

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11.05.2015, 3544 Zeichen

Zum ersten Mal seit ein paar Jahren nahm ich am Freitag wieder bei den Wiener Hindernislandesmeisterschaften teil, die im Rahmen des „Run&Jump“ in der Südstadt zur Primetime um 20:15 Uhr starteten.

Meinem Dad und mir ging es in erster Linie darum, wieder einmal ohne spezielle Vorbereitung über die Hindernisbalken und den Wassergraben zu gehen. Rhythmus-Schulung hieß das „Zauberwort“ für meine ersten Hindernisüberquerungen seit 16. Juli 2014 und vor der Operation…

Zusätzlich wollte ich Luca Sinn dabei helfen, dass U20-EM-Limit von 9:15,00min zu unterbieten und für das Aufrechterhalten des Tempos zu sorgen.

Geplant war die 1000m in 3:03-3:05min, die 2000m in circa 6:10min zurückzulegen.

Mit Paul Stüger baute sich bei uns auch ein Debütant ein, der wie Luca das Limit laufen wollte…

Die erste Runde führte ein uns unbekannter, übermotivierter Läufer an – das Tempo passte jedoch exakt. Nach dem zweiten Wassergraben übernahm ich dann die Spitze und führte die beiden Youngsters mit trotz leichter Brise konstanten Runden bis Kilometer 2 (circa 6:10-11min).

Vor dem Rennen war bereits klar, dass ich noch ein paar scharfe Intervalle ohne Hindernisse im Anschluss laufen sollte. Daher gab es zwei Möglichkeiten: entweder es geht mir gut, dann sollte ich am letzten Kilometer zusetzen – oder bei nicht völlig „frischem Zustand“ durfte ich das Rennen gleichmäßig zu Ende laufen und dann eben nachher noch „werken“.

Als die beiden Jungs an mir vorbeigingen, quittierte ich quasi meinen Job und lief die letzten gut zwei Runden locker nach Hause. Während Luca und Paul mehr oder minder souverän ihr Limit mit 9:10min bzw. 9:13min schafften, achtete ich bloß noch auf halbwegs solide Technik und finishte in 9:28min.

Nach kleiner Serienpause gab es dann noch 2x1000m plus 2x500m drauf – mittlerweile im Flutlichtschein und wieder mehr Wind…

Zum Rennen selbst muss ich zugeben, dass ich alles andere als restlos zufrieden bin. Positiv ist zweifelsfrei, dass mein operiertes Sprunggelenk selbst sieben (unvorbereitete) Wassergrabenüberquerungen sehr gut aushält. Außerdem, dass auch ohne bislang auch nur eine Belastung länger als 400m mit Hindernissen im Training absolviert zu haben, das Hinlaufen und Überqueren bereits wieder schön rhythmisch ist.

Etwas Sorgenfalten bereiten mir jedoch meine Beine, da diese selbst bei dieser vergleichsweise langsamen Steeple-Pace ziemlich müde waren bzw. wurden… so gesehen, bleibt bis zum vermeintlichen Saisonhighlight Anfang Juli in Südkorea noch einiges zu tun!

Aber gut, wir haben ja erst 10. Mai und bis zum ersten wichtigen Rennen ziehen noch ein paar Trainingstage ins Land – die Motivation ist jedenfalls da!

 

Das „Run&Jump“-Event an sich war mehr als gelungen! Die ÖLV-Youngsters konnten nicht weniger als sechs (!) internationale Limits über die diversen Steeple-Strecken realisieren! Dazu war die Stimmung wirklich exzellent, der Sprecher motiviert und motivierend für die LäuferInnen – der DJ trug sein Übriges zu einem echt geilen Wettkampf bei! Hut ab somit vor den jungen Burschen und Mädels für die Limits und dem veranstaltenden ULC-Mödling!

 

Für mich geht es jetzt zwei Wochen mit harten Einheiten alle drei Tage weiter – unterbrochen von einem Intermezzo nächsten Donnerstag bei den ÖM Vereine, ebenfalls in der Südstadt! Nach drei Jahren Abstinenz bei diesen Meisterschaften freue ich mich schon darauf, gemeinsam mit meinen Vereinskollegen um die Krone des besten LA-Vereins Österreichs kämpfen zu können! Meine Herren, challenge accepted!

Im Original hier erschienen: Wiener Hindernismeisterschaften



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1. Hindernis, Hindernislauf, Hürde, Wassergraben http://www.shutterstock.com/de/pic-172188155/stock-photo-black-and-white-hurdles.html , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

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    Vor dem Rennen war bereits klar, dass ich noch ein paar scharfe Intervalle ohne Hindernisse im Anschluss laufen sollte. Daher gab es zwei Möglichkeiten: entweder es geht mir gut, dann sollte ich am letzten Kilometer zusetzen – oder bei nicht völlig „frischem Zustand“ durfte ich das Rennen gleichmäßig zu Ende laufen und dann eben nachher noch „werken“.

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