06.10.2015, 3274 Zeichen
Wenn Sie beim Wort "Einhorn" an ein seltenes und scheues Fabelwesen denken, so sind Sie eigentlich schon auf der richtigen Spur. Denn in der modernen Finanzwelt bezeichnet man mit dem Begriff "Einhorn" jene Unternehmen, meist aus dem Technologie-Sektor, deren Wert noch vor dem Börsengang 1 Mrd. Dollar übersteigt. Diese Start-Ups sammeln Geld auf dem Venture Capital Markt ein und treiben damit ihre Expansion voran. Manche gehen dann doch an die Börse, nicht wenige finden aber offenbar mit den privaten Risikokapitalgebern durchaus das Auslangen. Man denke vor allem an den Fahrtendienst Uber, der bereits eine Bewertung von über 50 Mrd. Dollar hat und an keiner Börse notiert. Aber auch Snapchat (16 Mrd.) oder Airbnb (25 Mrd.) gehören zu den berühmten Einhörnern.
Das Phänomen der privaten Kapitalaufbringung ist bereits so stark verbreitet, dass es, zumindest bei Start-Ups aus der Technologie Szene, den Börsengang zunehmend verdrängt. Zwar ist die Zahl der IPO's in den USA immer noch recht hoch, auf die Technologie entfallen aber nur mehr 11% davon. Dort gilt nämlich zunehmend: Was früher das IPO war, ist heute das Venture Capital, und wenn eine Idee ausreichend Schlagkraft entwickelt, dann fließt auch genug Kapital zu, um es zum Status des Einhorns zu schaffen. Allein 2015 sind pro Woche 1,3 Einhörner in den USA entstanden!
Der Trend lebt natürlich auch von den ultra-tiefen Zinsen und dem nach wie vor riesigen Appetit der (institutionellen) Anleger auf Start-Ups aus der Technologie. Bleibt nur die Frage, sollte die US Notenbank die Zinsen dann doch einmal anheben, werden dann auch die Einhörner - wie bei Fabelwesen nicht unüblich - von der Bildfläche verschwinden?
Der Autorin auf Twitter folgen:@Monika_Rosen
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Börsepeople im Podcast S25/02: Elke Vlach
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