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Regenerationswoche ... Ruhe vor dem Sturm (Martin Tschiedel)

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20.01.2016, 5825 Zeichen

Ich freue mich sehr, dass meinem Aufruf zur Unterstützung meiner Benefizaktion zugunsten der Stiftung Kindertraum im Rahmen des 24-Stundenlaufs Ende April in Sárvár bereits einige Spender gefolgt sind und die Twinkies (Maskottchen der Stiftung Kindertraum) mehr und mehr werden. Wer für weiteren Zuwachs sorgen möchte, besucht doch bitte gleich martin24h.awardspace.biz

Weniger dynamisch verlief meine Trainingswoche, die war nämlich wie angekündigt recht ruhig. Montag & Dienstag war lauffrei, ich fühlte mich von den zuletzt drei 200+km-Wochen in Folge doch einigermaßen schlapp. Mittwochs waren die Beine dann erst recht schwer wie schon lange nicht. Die ersten Meter fühlten sich überhaupt an, als wäre ich noch nie im Leben gelaufen. Den Rest der Woche wurde es etwas besser, aber eine latente Müdigkeit war weiterhin vorhanden.

Mit einem Begleitlauf im Rahmen der VCM-Winterlaufserie im Prater und ein paar Aufwärmkilometern schon davor kam ich dann trotz Regenerationswoche doch wieder auf 100 Wochenkilometer. Uiui, langsam kleiner Padawan.

Schließlich steht nun die nächste Belastungswoche am Programm, wobei die Belastung sich hauptsächlich im Rahmen der bereits letzte Woche angekündigten "Senftenberg-Challenge" abspielt. Was ist diese ominöse Senftenberg-Challenge also?

Nun, dazu muss ich etwas ausholen und in die Vergangenheit springen. Nämlich in den Jänner 2015. Da postete der hier schon immer wieder erwähnte Ultralauffreund Didi K. auf Facebook, dass er die Senftenberg-Trilogie mit 113,3km innerhalb von 18,5 Stunden (Nettolaufzeit natürlich deutlicher weniger, aber mit den Startzeiten der drei Läufe dauerte es dann brutto eben 18,5 Stunden) absolviert hätte. Dabei handelt es sich um das Indoor-Lauffestival in der Niederlausitzhalle im brandenburgischen Senftenberg, zu DDR-Zeiten auch bekannt als "Sporthalle Aktivist". In der Vergangenheit fanden in der bei Eröffnung 1959 größten freitragenden Halle Europas die DDR-Hallenleichtathletik-Meisterschaften statt. Mit 250m Rundenlänge und überhöhten Steilkurven ist auch die Tartanlaufbahn selbst ungewöhnlich. Also eine Kultveranstaltung ähnlich dem Rennsteiglauf im schönen Thüringen über den hier vielleicht im Mai berichtet werden wird. Aber ich schweife ab.

Jedenfalls waren die 113,3km im Rahmen von Marathon, Halbmarathon und 50km Ultralauf schon beeindruckend, aber Didi ließ dabei doch einige Kilometer liegen, indem er nicht auch bei den 1.000, 3.000, 5.000 und 10.000m-Läufen am Start war. Auf diesen Einwurf reagierte Didi wie nicht anders zu erwarten war (und ich mich zu fürchten begann, dass mir seine liebe Frau Karin den Kopf abreißen würde) und meldete sich prompt für 2016 nochmals zur Trilogie und den 4 fehlenden Läufen, also für alle 7 erwähnten Läufe an. Allerdings gab es da ja noch einen Lauf, für den er sich aber nicht alleine anmelden konnte: den 10.000m-Paar-Lauf, bei dem zwei Läufer je abwechselnd 5x1.000m laufen. Nun: wenn ich Didi schon in den Irrsinn reinreite, dann muss ich auch die Konsequenzen tragen und so meldete ich mich für den 10.000m-Paar-Lauf mit Didi an. Aber die weite Anreise von Wien nach Senftenberg nur für 5x1.000m Intervalle? Nein, das hat keinen Charme und ein bisschen Ausdauertraining hat noch nie geschadet. Den deutschen Freunden muss man ja darüber hinaus auch zeigen, dass nicht nur ein, sondern gleich zwei Ösis verrückt genug sind, alle angebotenen Läufe zu bestreiten.

Und so werde ich mich damit am 23./24.1.2016 der Senftenberg-Challenge stellen: 8 Rennen von Samstag 11h60 bis Sonntag 14h60, beginnend mit dem 10.000m-Lauf um 11h60, gefolgt vom 1.000m-Lauf um 13h60, dem 3.000m-Lauf um 14h60, dem 10.000m-Paarlauf um 16h60, dem Nacht-Marathon um 18h und als Betthupferl dem Nacht-Halbmarathon ab 23h. Am Sonntag dann frisch und munter raus aus den Federn (da wird's wohl ein Selfie geben müssen ;-) ) und ab 8h beim 50km-Ultralauf wieder Runden drehen (oder wanken?) – achja, apropos Runden: ich hatte ja schon erwähnt, dass die Runde nur 250m lang ist. D.h. mit dem abschließenden 5.000m Lauf ab Sonntag 14h (in hoffentlich wenigstens 30 Minuten) werde ich dann bei Finish aller 8 Rennen 137,3km in den Beinen haben und 550 Mal die Hallenrunde absolviert haben. Yeah!

Zwei Ziele setze ich mir: erstens wirklich alle Rennen zu finishen was hoffentlich bei den Limitzeiten von 5h für den Nacht-Marathon und 6h für den 50km-Ultrabewerb schaffbar sein sollte. Die 137,3km in Summe ängstigen mich nicht so, aber großen Respekt habe ich vor den Steilkurven sowie der immer gleichen Laufrichtung und damit einseitigen Belastung. Das könnte wirklich hart werden. 

Zweites Ziel: in keinem Rennen Letzter werden. Das sollte gemessen an den Zeiten vom letzten Jahr schaffbar sein. Einzig beim 1.000m-Lauf könnte es eng werden. Nachdem der allerdings schon als zweites Rennen nach den 10.000m stattfindet, sollte ich da noch halbwegs fit und spritzig sein.

Ergebnisse der letzten Jahre


Didi und ich werden also mit Abstand die beklopptesten Teilnehmer sein - ob wir dafür einen Ehren-Klescher-Preis bekommen? Die nächsten zwei Läufer in der Rangliste "most crazy" absolvieren "nur" 118,3km in 4 Rennen, und je einer dann 113,3km in 3 Rennen bzw. 112,2km in 5 Rennen. Aber auch einige weitere Ultraläufer aus Österreich werden sich den Spaß geben und mit Nacht-Marathon und Morgen-Marathon (die kurze Form des 50ers mit zeitgleichem Start) auch eine nette Doppeldecker-Trainingseinheit absolvieren. Und auch einige der üblichen Verdächtigen aus der deutschen Laufszene sind mit dabei.

Für viel Spaß am Wochenende ist also gesorgt. Und wer für 2017 planen möchte: da wird die Challenge dann nochmals erweitert möglich sein, da ab 2017 am Freitag auch noch ein 100km-Lauf stattfindet. Das wären dann 9 Rennen in 3 Tagen und 237,3km. Wer will?

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    Ich freue mich sehr, dass meinem Aufruf zur Unterstützung meiner Benefizaktion zugunsten der Stiftung Kindertraum im Rahmen des 24-Stundenlaufs Ende April in Sárvár bereits einige Spender gefolgt sind und die Twinkies (Maskottchen der Stiftung Kindertraum) mehr und mehr werden. Wer für weiteren Zuwachs sorgen möchte, besucht doch bitte gleich martin24h.awardspace.biz

    Weniger dynamisch verlief meine Trainingswoche, die war nämlich wie angekündigt recht ruhig. Montag & Dienstag war lauffrei, ich fühlte mich von den zuletzt drei 200+km-Wochen in Folge doch einigermaßen schlapp. Mittwochs waren die Beine dann erst recht schwer wie schon lange nicht. Die ersten Meter fühlten sich überhaupt an, als wäre ich noch nie im Leben gelaufen. Den Rest der Woche wurde es etwas besser, aber eine latente Müdigkeit war weiterhin vorhanden.

    Mit einem Begleitlauf im Rahmen der VCM-Winterlaufserie im Prater und ein paar Aufwärmkilometern schon davor kam ich dann trotz Regenerationswoche doch wieder auf 100 Wochenkilometer. Uiui, langsam kleiner Padawan.

    Schließlich steht nun die nächste Belastungswoche am Programm, wobei die Belastung sich hauptsächlich im Rahmen der bereits letzte Woche angekündigten "Senftenberg-Challenge" abspielt. Was ist diese ominöse Senftenberg-Challenge also?

    Nun, dazu muss ich etwas ausholen und in die Vergangenheit springen. Nämlich in den Jänner 2015. Da postete der hier schon immer wieder erwähnte Ultralauffreund Didi K. auf Facebook, dass er die Senftenberg-Trilogie mit 113,3km innerhalb von 18,5 Stunden (Nettolaufzeit natürlich deutlicher weniger, aber mit den Startzeiten der drei Läufe dauerte es dann brutto eben 18,5 Stunden) absolviert hätte. Dabei handelt es sich um das Indoor-Lauffestival in der Niederlausitzhalle im brandenburgischen Senftenberg, zu DDR-Zeiten auch bekannt als "Sporthalle Aktivist". In der Vergangenheit fanden in der bei Eröffnung 1959 größten freitragenden Halle Europas die DDR-Hallenleichtathletik-Meisterschaften statt. Mit 250m Rundenlänge und überhöhten Steilkurven ist auch die Tartanlaufbahn selbst ungewöhnlich. Also eine Kultveranstaltung ähnlich dem Rennsteiglauf im schönen Thüringen über den hier vielleicht im Mai berichtet werden wird. Aber ich schweife ab.

    Jedenfalls waren die 113,3km im Rahmen von Marathon, Halbmarathon und 50km Ultralauf schon beeindruckend, aber Didi ließ dabei doch einige Kilometer liegen, indem er nicht auch bei den 1.000, 3.000, 5.000 und 10.000m-Läufen am Start war. Auf diesen Einwurf reagierte Didi wie nicht anders zu erwarten war (und ich mich zu fürchten begann, dass mir seine liebe Frau Karin den Kopf abreißen würde) und meldete sich prompt für 2016 nochmals zur Trilogie und den 4 fehlenden Läufen, also für alle 7 erwähnten Läufe an. Allerdings gab es da ja noch einen Lauf, für den er sich aber nicht alleine anmelden konnte: den 10.000m-Paar-Lauf, bei dem zwei Läufer je abwechselnd 5x1.000m laufen. Nun: wenn ich Didi schon in den Irrsinn reinreite, dann muss ich auch die Konsequenzen tragen und so meldete ich mich für den 10.000m-Paar-Lauf mit Didi an. Aber die weite Anreise von Wien nach Senftenberg nur für 5x1.000m Intervalle? Nein, das hat keinen Charme und ein bisschen Ausdauertraining hat noch nie geschadet. Den deutschen Freunden muss man ja darüber hinaus auch zeigen, dass nicht nur ein, sondern gleich zwei Ösis verrückt genug sind, alle angebotenen Läufe zu bestreiten.

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