23.02.2016, 2553 Zeichen
Zum Abschluss von zwei guten Trainingswochen startete ich beim dritten und letzten Bewerb des WLV-Crosscup 2016. Dieses Mal galt es bei der "Kurzstrecke" 5.750m zurückzulegen.
Das Wetter war mit ca. 5 Grad kühler als beim Lauf vor zwei Wochen – dafür blies der Wind nicht ganz so lebhaft wie zuletzt. Das Starterfeld glich jenem des letzten Bewerbs, lediglich Roland blieb ob seines Trainingslagers fern.
Aufgrund der doch recht hohen Intensitäten der Woche bekam ich vom meinem Dad „Aufgaben“ für den Lauf. Es galt, die Einführungsrunde und die erste der sechs großen Runden an Position zwei zu laufen, und mit Beginn der zweiten Großen mächtig aufs Tempo zu drücken. Die Runden 3 und 5 sollten dann wieder ruhiger werden, 4 und 6 wieder flott.
Der Anfang war demnach hinter Stefan Lettner super easy und entspannt – die erste flotte Runde dann zwar richtig schnell, jedoch auch richtig zach!
Vom Gefühl her ließ ich dann deutlich nach auf der dritten Runde, um zumindest die zwei flotten Runden einigermaßen gleich schnell absolvieren zu können. Im Endeffekt lief ich jedoch fast dieselbe Pace wie vor zwei Wochen bei meiner „Kurs-Rekord-Performance“.
Nach der vierten Runde (welche gleich flott wie die erste schnellere war) ging ich lediglich 18sec langsamer durch als beim letzten Cross. Die fehlende Zeit büßte ich dabei zu Beginn des Rennens ein.
Trotz vieler Überrundungen auf der Schlussrunde lief ich diese so schnell wie keine Runde in diesem Jahr zuvor und überquerte in neuem Streckenrekord von 17:30,5min als erster die Ziellinie! Gerade die letzten 400m konnte ich zu meiner eigenen Überraschung gut durchziehen und trotz böigem Wind zusetzen, was mich doch sehr freute.
Mit meinem zweiten Sieg im dritten Bewerb sicherte ich mir etwas unerwartet auch den Gesamtsieg in der Cup-Wertung. Punktegleich mit dem in allen drei Bewerben gestarteten Stefan Lettner gewann ich ob der beiden Tagessiege, die offenbar bei Gleichstand zählen.
Alles in allem waren die beiden Crossläufe eine schöne Abwechslung zum Trainingsalltag und dienten vor allem im Kraftausdauerbereich als gute Reizsetzung. Schade finde ich natürlich, dass die Bewerbe (gerade im Nachwuchs!) von immer weniger AthletInnen angenommen werden, wenngleich der Crosslauf ja bekanntlich für LäuferInnen fast aller Strecken ab 800m bis Marathon für die aerobe Leistungsentwicklung sehr wichtig ist. Mal sehen, ob sich mit leichten Adaptionen in der Organisation da im nächsten Jahr nicht eine Trendwende herbeiführen lässt…
Im Original hier erschienen: WLV Cross Cup 2016 – 3. Lauf
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