05.10.2016, 3583 Zeichen
Jungstar, Grande Dame, Trainer-Legende: Drei Tennis-Generationen im Blickpunkt beim „Generali Ladies Linz“.
Erfreuliche Nachricht für Sandra Reichel: Belinda Benčič kommt nach Linz! Nicht nur bei der Turnierdirektorin des Linzer Tennisklassikers ist die Freude groß, sondern auch bei Turnierbotschafterin Barbara Schett. „Das Wichtigste, was man über Belinda wissen muss, ist, dass sie und ich am selben Tag Geburtstag feiern. Der kleine Unterschied: Ich bin doppelt so alt“, meint die zum heutigen Pressegespräch aus ihrer Wahlheimat Australien angereiste Barbara Schett.
Und was fällt Österreichs „Grande Dame“ des Tennissports sonst noch ein zum Schweizer Jungstar? „Benčič erinnert mich sehr an Martina Hingis. Sie spielt instinktives, intelligentes Tennis. Sie schießt niemanden vom Platz, aber sie hat eine Antwort auf jeden Schlag. Melanie Molitor, Martinas Mutter, trainiert Belinda, reist aber nicht. Martina Hingis sieht man oft in Belindas Playersbox sitzen, denn sie ist ein Mentor für die junge Schweizerin. Eine bessere Expertise könnte man kaum haben. Anfang des Jahres, mit zarten 18 Jahren, war Belinda schon Top-ten, doch leider haben sie viele Verletzungen geplagt! Deswegen ist sie im Ranking wieder ein wenig abgerutscht“, erklärt Barbara Schett.
Die 19-jährige Schweizerin, die zudem die slowakische Staatsbürgerschaft hat, entstammt einer Sportfamilie. Ihr Großvater, Ivan Benčič, spielte in der ersten Mannschaft des erfolgreichsten slowakischen Eishockeyvereins HC Slovan Bratislava, auch ihr Vater war Eishockeyspieler. Belinda, die einst sechs Monate in der weltberühmten Akademie von Trainer-Guru Nick Bollettieri trainiert hat, gewann schon zwei WTA-Turniere (2015 in Eastbourne und Toronto, Finalgegnerinnen waren immerhin Agnieszka Radwanska und Simona Halep). Im WTA-Ranking (Stand 1. Oktober) liegt sie auf Rang 26.
„Belinda verkörpert die junge Tennisgeneration. Ich verfolge ihre Karriere seit Jahren, sie hat das Potenzial, Nachfolgerin von Martina Hingis zu werden. Belinda wird unsere Tennisfans in Linz begeistern, davon bin ich überzeugt“, sagt Sandra Reichel.
Das Publikum begeistern will auch Babsi Haas bei ihrem Heimturnier. Die 20-jährige Oberösterreicherin hat schon im Vorjahr mit ihrem Kämpferherz für Aufmerksamkeit gesorgt, heuer kommt sie mit noch mehr Selbstvertrauen nach Linz. Bei den US Open erstmals in ihrer Karriere im Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers – ein toller Ansporn für Babsi Haas, die in Linz „kämpfen und Spaß haben will.“
Barbara Schett ist mit Sandra Reichel auch stolz, dass mit Karolina Pliskova (WTA-Nr. 6) und Carla Suarez Navarro (WTA-Nr. 8) zwei Top-ten-Spielerinnen beim „Generali Ladies Linz“ antreten. „In Cincinnati und bei den US Open war Karolina im Finale, in New York hat sie sogar beide Williams-Schwestern besiegt, das haben bisher noch nicht viele Spielerinnen geschafft. Karolina glaubt jetzt an sich und das führt zu dieser Formsteigerung. Der Aufschlag ist ihre große Waffe, in Linz ist Karolina fast unmöglich zu breaken. Und Carla begeistert mich immer wieder mit ihrer einhändigen Rückhand. So flüssig und elegant wie sie schafft das keine andere Frau. Carla kann jede Gegnerin schlagen, denn sie spielt ein variantenreiches Tennis.“
Eine Wildcard für eine Top-20-Spielerin kann Sandra Reichel noch vergeben. „Es ist unglaublich, wer sich aller für diese Wildcard interessiert, sogar Top-ten-Spielerinnen melden sich bei mir“, verrät die Turnierdirektorin. Reichel will bis zum letztmöglichen Zeitpunkt (Freitag, 16 Uhr) zuwarten.
Hans Adrowitzer
Pressechef Generali Ladies Linz
Tel.: 0664/4118184
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Barbara Schett (c) cityfoto.at
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