30.01.2017, 3319 Zeichen
Zwei EM-Limits durch Stephanie Bendrat und Andreas Vojta sowie mehrere persönliche Bestleistungen – die heimischen Leichtathleten liefern beim größten internationalen Meeting der Saison im Wiener Dusika-Stadion (702 Nennungen aus 33 Nationen) einen starken Aufritt ab.
Gleich der erste Lauf des Tages brachte das erste Highlight. Steffi Bendrat (Union Salzburg LA) sprintete im Vorlauf über die 60m Hürden in 8,15s nur um 2/100s an ihrer Bestleistung vorbei und unterbot das EM-Limit für Belgrad (8,24s) deutlich. „Da ist mir ein ganz guter Lauf geglückt. Vor der ersten Hürde muss ich noch aktiver sein, aber hinten raus bin ich zufrieden. Bei den ersten Meetings ist es immer ein wenig schwierig, ich bin aber sicher, dass ich noch schneller laufen kann. Das Limit zu haben ist aber toll, jetzt kann ich die nächsten Rennen befreiter angehen“, zeigte sich die Salzburgerin zufrieden aber auch selbstkritisch. Im Finale lief sie dann in einem nicht optimalen Lauf in 8,26s auf Rang 3.
Wenig später konnte sich auch Andreas Vojta (team2012.at) sein Ticket zur Hallen-EM sichern. Der Wiener zeigte über 1500m ein beherztes Rennen, hielt sich stets im Spitzenfeld auf und belegte in 3:43,44min Rang 3. Damit lag er um 56/100s unter der geforderten Norm von 3:44,00min. „Ich bin froh das Limit gleich im ersten Rennen geschafft zu haben, sowas befreit doch sehr. Es ist jetzt noch nicht so die tolle Zeit, aber nach den durchwachsenen letzten beiden Jahren doch ein Aufschwung. Ich habe das Training etwas mehr in Richtung Ausdauer umgestellt, das scheint zu wirken“.
Knapp am Limit vorbeigeschrammt ist dagegen Sprinter Markus Fuchs (ULS Riverside Mödling). Zwar schaffte er mit Rang 3 in 6,75s eine neue Saisonbestleistung, das war aber um 1/100s zu wenig. Eine neue Chance bietet sich ihm bereits kommenden Mittwoch beim Meeting in Düsseldorf.
Einen starken Auftritt zeigte auch Fünfkampf-Rekordhalterin Verena Preiner (Union Ebensee). Sie erzielte gleich in 2 Bewerben neue persönliche Bestleistungen. Über die 60m Hürden in 8,53s und im 200m-Lauf in 24,82s.
Auch die beiden bereits vor dem Meeting für die Hallen-EM qualifizierten ÖLV-Athleten zeigten sich gut in Form. Ivona Dadic (Union St.Pölten) konnte ihre Hürdenbestleistung drücken, diese steht nunmehr bei 8,55s. Dominik Distelberger (UVB Purgstall) sprintete die 60m in 6,93s.
Ebenfalls eine neue persönliche Bestleistung gelang Österreichs schnellster Frau. Viola Kleiser (Union St.Pölten) benötigte für die 60m nur 7,52s, was ebenfalls Rang 3 bedeutete.
Die beste Platzierung eines ÖLV-Athleten in diesem international sehr stark besetzten Meeting erreichte Dreispringer Philipp Kronsteiner (TGW Zehnkampf Union) mit 15,75m und Rang 2.
Insgesamt konnten 24 Athleten aus 11 Nationen EM-Limits erzielen. Herausragend sicher die Jahresweltbestleistung der Olympia-3. von Rio 2016 (400m Hürden) Eilidh Doyle (GBR), die in 51,86s die schnelle Wiener Bahn zu einer sensationellen Zeit nutzte.
Weitere Videos vom Indoor Track & Field Vienna finden sie nachfolgend (Playlist): u.a. 60m Finale Männer, 60m Finale Frauen, 60m Hürden Finale Frauen, weitester Dreisprung von Philipp Kronsteiner.
Im Original hier erschienen: Bendrat und Vojta schaffen EM-Limit
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