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Was ist bei Währungen im Jahr 2018 Sache?

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XTB hat beim Währungs-Forecaster-Ranking von Bloomberg den 1. Rang erreicht. Im Magazine-Interview erklärt XTB Partnerships Manager Philipp von Breitenbach, warum ein Broker überhaupt Research betreibt, was die Besonderheiten bei FX-Trades sind und warum er seinen Job mit Tätigkeiten in der Fashion-Industrie vergleicht.

Im vorigen Magazine berichteten wir über das Thomson Reuters Ranking zu den besten Real Estate Analysten in Europa, Sieger wurde Christoph Schultes von der Erste Group vor Stefan Scharff von SRC Research. Also ein Österreicher vor einem Player, der stark auf Österreich setzt. Diesmal  geht es nicht um Reuters, sondern um Bloomberg. Und in deren Währungs-Forecaster-Ranking haben wir eine aus österreichischer Sicht ebenso erfreuliche Konstellation. Diesmal liegt die Erste Group auf Rang 2, auf Rang 1 findet sich der Broker XTB, der auch im österreichischen Markt aktiv ist. Wir haben XTB Partnerships Manager Philipp von Breitenbach interviewt.

Herr von Breitenbach, warum betreibt ein Broker überhaupt Währungs-Research? 

Philipp von Breitenbach: Der Hintergrund ist einfach: Wir verstehen uns als Finanzdienstleister. Dazu gehört eben auch der Service, Trader und Investoren mit Wissen zu unterstützen, die selbst keine Zeit für eigene Analysen haben. Es ist ja nicht jeder als Daytrader geboren worden. Die Bloomberg-Auszeichnung zeigt vor allem, dass wir auch mittelfristig die grobe Windrichtung erkennen und dieses Wissen an unsere Kunden weitergeben. Auf diesen ersten Platz sind wir wirklich sehr stolz. Das Ranking wurde am Ende des 2. Quartals 2018 erstellt und enthält die Genauigkeit der Prognosen für immerhin die letzten vier Quartale, also von Q3/2017 bis Q2/2018.

Ist es für einen Broker nicht gefährlich, dem Kunden eine Meinung vorzustellen?

Gefährlich bzw. verboten ist es, konkrete Handelsempfehlungen zu geben, sofern keine Genehmigung und Lizenz besteht. In Deutschland ist dies im Vergleich zu anderen Ländern der EU übrigens relativ streng geregelt. Analysten-Meinungen finden wir jedoch auch bei den Rating-Agenturen und in anderen Bereichen der Finanzmärkte.

In welcher Frequenz erscheint Euer Research? Eher event-driven oder regelmäßig?

Sowohl als auch. Wir veröffentlichen täglich bis zu sechs Analysen, die sich mit dem Tagesgeschäft und aktuellen Ereignissen beschäftigen. Diese Analysen können auch im kostenfreien Demo-Konto in der xStation 5 gelesen werden. Die aufwändigen Big Picture-Analysen erstellen wir je nach Thema und Anlass. Zudem versenden wir wöchentliche Market Alerts und jeden Montag auch Wochenausblicke mit wichtigen Ereignissen in der betroffenen Handelswoche. Diese sind jedoch unseren Live-Kunden vorbehalten. Sonderberichte oder eBooks hingegen sind für alle Interessenten verfügbar.

Was sind derzeit die größten Einflussfaktoren für die Wechselkurse, Trump-Tweets?

Sehr gute Frage. Die Trump-Tweets wurden ja berühmt, weil Aktienkurse von kritisierten US-Unternehmen durch sie ins Wanken gerieten. Es soll ja sogar Algorithmen geben, die Trump-Tweets automatisch auslesen und die betroffene Aktie dann leerverkaufen. So einfach ist das im Forex-Markt nicht (Foreign Exchange, Anm. d. Red.), wo täglich ein Volumen von 5 Billionen Dollar bewegt wird. Dort sind die Großbanken und Fonds aktiv. Natürlich sorgen auch hier Algos für die tägliche Liquidität, aber mittelfristig stehen fundamentale Daten, wie Leitzinsen, Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Arbeitslosenquote im Vordergrund. Keine Großbank geht mittelfristige Positionen ein, weil sich zwei gleitende Durchschnitte gekreuzt haben. Wir bei XTB wollen unseren Kunden diese Sichtweise auf die Märkte bequem ermöglichen.

Zu den Währungspaaren selbst: EUR/USD nach wie vor die Nr. 1 bei den Kunden?

Nicht nur Nr. 1 bei unseren Kunden, sondern auch Nr. 1 im Welthandel und bei den Währungsreserven. Wer sich für das Thema Weltreservewährung interessiert, kommt auch am US-Dollarindex (USDIDX in der xStation 5) nicht vorbei.

Was kommt dahinter?

Ganz klar die Aktienindizes aus Deutschland und den USA.

Sind eure typischen Kunden eher Daytrader?

Wenn das bedeuten soll, dass alle Trades z.B. nach 22h geschlossen werden, dann eher nein. Dadurch, dass wir sehr viele CFDs ohne Übernachtkosten - sogar bis zu 12 Monate - anbieten, haben wir eher viele Swing- und Positionstrader. Im Bereich Aktien und ETFs sogar überwiegend klassische Buy and Hold Investoren. Aber natürlich haben wir auch viele Kunden, die z.B. einfach nur schnell beim US-Opening ein paar Pips mitnehmen wollen.

Aktuelles Stichwort Türkische Lira …

Ein totales Blutbad. Vor einem Jahr im September 2017 bekam man für 1 Euro 4 Lira. Nun nach der Türkeiwahl 8 Lira. Die Türken haben in nur einem Jahr Ihre Währung halbiert. Wir haben mit unseren Analysen und kostenfreien Webinaren rechtzeitig auf die Türkei aufmerksam gemacht. Die Wahl selbst war nur noch der Schlussstein. Sobald sie hören, dass es patriotisch sei, seine Goldreserven gegen die eigene Landeswährung zu tauschen, rennen sie.

Was ist DER Megatrend 2018 im Währungsbereich? Damit meine ich jetzt nicht die ESMA, dazu kommen wir später.

Ich würde sagen die Trendwende im Dollar. Seit der Vereidigung von Trump ist der Dollar stetig gefallen. Dieser Trend hat sich seit 2018 nun umgekehrt. Die Industrienationen, die z.B. im US-Dollarindex den Gegenpart zum Dollar einnehmen, haben natürlich weniger verloren, als die Währungen der BRICS Staaten. Aber allgemein geht die FED mit Ihrer Politik der Zinserhöhung voran. Natürlich muss die Zeit der ultra-lockeren Geldpolitik fast 10 Jahre nach der Finanzkrise auch mal enden. Aber absolut spannend ist, wie gut diese Wende global über die Bühne geht.

Seit Frühjahr 2018 können beim Hebel-Spezialisten XTB auch Einzelaktien bspw. aus Deutschland oder den USA gehandelt werden. Lässt sich da schon ein Trend erkennen, nutzen die Investoren dieses Angebot?

Das Angebot von echten Aktien und ETFs ist Teil der Strategie, ein universaler Finanzdienstleister zu werden. Viele Investoren wollten bei uns eben auch etwas Langfristiges - ohne Hebel. Diesem Wunsch sind wir nachgekommen. Aktuell haben wir ca. 1650 Aktien aus aller Welt.  Unsere Kunden agieren professionell. So wurde der Rücksetzer an den Aktienmärkten im Februar von vielen Tradern bei uns zum Hedgen genutzt. Insgesamt ging es im ersten Halbjahr im Deutschen Leitindex ja fast 1500 Punkte runter und bis Juni wieder rauf. Die Volatilität hat unserem Ergebnis nicht geschadet, wir hatten ein deutliches Umsatzplus und Gewinn-Verdreifachung im Halbjahr. Unsere Profitabilität je Lot ist um fast 28% gestiegen. Aber wir haben uns auch vorgenommen, XTB robuster am Markt aufzustellen. Der Fahrplan, XTB zu einem universalen Finanzdienstleister auszubauen, steht.

Planen Sie, in Zukunft auch ATX-Titel in Ihr Sortiment aufzunehmen? 

ATX-Titel sind leider noch nicht dabei. Der Vorteil von XTB ist jedoch, dass wir uns immer noch als sehr agiles FinTech sehen und Verbesserungen schnell umsetzen können. Wir sind regelmäßig auf dem Börsentag Wien und nun auch wieder auf der diesjährigen Gewinn-Messe zu Gast. Mit dem AgenaTrader kooperieren wir ebenfalls bereits seit vielen Jahren. Aber der Kundenstamm ist in Deutschland natürlich schon sehr viel größer.

Seit 1. August sind die neuen Vorschriften der ESMA in Kraft, XTB hat diese schon ein paar Tage früher umgesetzt. Ihr Kommentar zu den neuen Spielregeln in zwei Sätzen? Welche Auswirkungen auf Ihr Geschäft erwarten Sie durch die Verschärfungen; Stichwort: Umsatzrückgänge? Welche Gegenmaßnahmen sind geplant bzw. in der Pipeline? 

Die Regulierung des europäischen Brokermarktes dient in vielen Punkten der Sicherheit der Trader. Mit der heftigen Reduzierung des erlaubten Hebels von 200:1 auf 30:1 (z.B. EURUSD) bzw. auf 20:1 (z.B. Indizes) ist nun aber eine ambivalente Situation entstanden. Einerseits führt ein erhöhter Marginsatz dazu, dass ein Trader womöglich nicht mehr so viele Positionen simultan offen halten kann. Der Trend zum sequenziellen Trading hat im ersten Monat seit der Umstellung zugenommen, daher sind auch die Umsätze rückläufig. Auf der anderen Seite trauen sich nun viele Zertifikate- oder Knock-Out-Trader zum ersten Mal an den CFD, da ja auch die Nachschusspflicht offiziell weggefallen ist. Dies gilt übrigens auch für “Professionelle Kunden”, die den Hebel von 200:1 ja weiter behalten dürfen. Kunden von XTB sind bereits seit August 2017 von der Nachschusspflicht befreit.

Wie geht XTB eigentlich mit offenen Positionen um, die nicht mehr den neuen Regeln entsprechen, also Trades, die noch mit den „alten“ Hebeln abgeschlossen wurden?

Bei XTB können Sie jede CFD-Position maximal 12 Monate lang halten. Länger bestehende offene Positionen darüber hinaus werden von uns zwangsgeschlossen. Wer also kurz vor der Einführung der ESMA-Regulierungen noch schnell einen Trade mit einem “alten” Hebel platziert hat, kann diesen theoretisch bis Ende Juli 2019 halten; im Bereich Indizes und Energie übrigens ohne Übernachtkosten.

Ein Satz zum Handel mit Kryptowährungen?!

Gegenwärtig bieten wir CFDs auf die fünf größten und bekanntesten Kryptos an, mit denen Trader sowohl auf steigende, als auch auf fallende Kurse spekulieren können. Im November wollen wir dieses Angebot auf ca. 20-25 Kryptos erweitern und sogar Crosspairs anbieten, sodass z.B. der Kurs Bitcoin/Ripple Long oder Short gehandelt werden kann.

Wie geht es strategisch in den kommenden Monaten und Jahren weiter, welche Schritte sind geplant, welche Milestones sehen Sie?

Ganz klar die Weiterentwicklung zum universalen Brokerhaus. Im Herbst (Stichwort “Jahresendrallye”) werden wir unseren Fokus nochmal stark auf die Aktien und ETFs legen, um dann 2019 den Markt für Robo-Advisor anzugehen. Mit unserer eigenen Plattform sind wir dafür gut gerüstet.

Was genau ist Ihre Funktion im Konzern, was kann man sich unter Partnerships Manager vorstellen?

Durch den Siegeszug der sozialen Medien ergeben sich im Marketing ganz neue Möglichkeiten. Genau wie im Bereich Beauty und Mode gibt es auch im Bereich Finanzen Influencer mit wachsenden Communities. Meine Aufgabe ist es, in diesem Feld potentielle Partnerschaften aufzubauen und zu entwickeln. Dabei gilt es auch genau hinzuschauen, ob der Partner seriös ist und die gleichen Werte wie XTB teilt. 

Über XTB

Gegründet wurde XTB 2002 in Warschau/Polen, und zwar als „Anbieter von Handels- und Anlageprodukten“ mit besonderem Fokus auf CFD- und Forex-Kontrakte. Inzwischen zählt man mehr als ein Dutzend Niederlassungen weltweit, seit 2008 ist das Brokerhaus mit einer deutschen Niederlassung in Frankfurt am Main ansässig. Gegenwärtig konzentriert sich XTB auf den Ausbau des Geschäftes in so genannten „Schlüsselländern“. Dazu zählen Polen und Deutschland, aber auch Spanien, Portugal, Frankreich und Tschechien. Auf den XTB-Plattformen können über 3.000 Finanzinstrumente gehandelt werden, darunter knapp 50 Währungspaare, und natürlich auch Kryptowährungen. CFDs werden auf Basis von Währungen, Rohstoffen, Indizes und Aktien angeboten. Seit 2018 umfasst das Sortiment auch den Handel mit rund 1.650 Einzel-Aktien sowie 50 ETFs in den Märkten Frankfurt, New York und London sowie weiteren Börsenplätzen. Die Kunden werden, wie bei Brokern üblich, in zwei große Gruppen segmentiert: Retail und Institutionelle. Zur Auswahl stehen zwei unterschiedliche Kontomodelle, nämlich Standard und Professional.

Text: Gerald Dürrschmid

Hier kann man die Analysen gratis lesen: 

 

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Aus dem Börse Social Magazine #20
(August 2018)





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