11.10.2018, 1716 Zeichen
Im 1. Halbjahr 2018 erzielten die österreichischen Banken mit rund 3,6 Mrd. Euro ein konsolidiertes Periodenergebnis, das um 234 Mio. Euro über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres lag. Für die positive Entwicklung sorgten vor allem der deutlich ergebnisverbessernde Saldo aus Wertberichtigungen, Wertminderungen/Wertaufholungen sowie Rückstellungen für das Kreditrisiko und das positive Zinsergebnis, wie die Österreichische Nationalbank (OeNB) mitteilt.
Die konsolidierten Betriebserträge der österreichischen Banken lagen im 1. Halbjahr 2018 geringfügig (+9 Mio Euro) über dem Vorjahreswert. Während es beim Zinsergebnis (+225 Mio. Euro) und dem Provisionsergebnis (+108 Mio. Euro), den beiden wichtigsten Ertragskomponenten der österreichischen Bankkonzerne und Einzelinstitute, einen Anstieg gab, wirkten sich Rückgänge beim Handelserfolg(1) (-133 Mio. Euro) sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis (-150 Mio. Euro) negativ aus.
Das konsolidierte Betriebsergebnis wies einen Rückgang um 64 Mio. Euro aus. Dies ist auf höhere Verwaltungsaufwendungen (+87 Mio Euro) zurückzuführen. Im Gegensatz dazu reduzierten sich die Abschreibungen von Vermögenswerten (um 15 Mio Euro).
Insgesamt konnte das konsolidierte Periodenergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen um 234 Mio EUR verbessert werden. Hauptverantwortlich dafür zeigte sich der ergebnisverbessernde Saldo aus Wertberichtigungen, Wertminderungen/Wertaufholungen und Rückstellungen (-385 Mio Euro). Zudem hatten die sonstigen Rückstellungen (-130 Mio Euro) einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Periodenergebnisses. Ergebnisverschlechternd wirkten sich hingegen der sonstige Saldo (- 116 Mio Euro) sowie die Ertragssteuern (+75 Mio Euro) aus.
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