19.11.2018, 3842 Zeichen
Schenken ist gut für die Wirtschaft. Kleiner Nachtrag zu meinem letzten Beitrag: Am meisten freut sich die Wirtschaft natürlich über Geschenke, die keiner will und braucht, und die trotzdem gekauft werden. Solche Dinge bringt man sonst ja wirklich schwer los. Das sind zum einen Kaffeekapsel- und Kaffeepadmaschinen, speziell dann, wenn man die zu beschenkende Person nicht vorher fragt. Es stehen in Österreich wohl Zigtausende Kapsel- und Padmaschinen ungenutzt und sinnlos als Staubfänger herum, weil man sie einmal als gutgemeintes Geschenk bekommen hat, sie aber nicht nutzt, weil der Kapselkaffee recht teuer ist, weil man anderen Kaffee lieber trinkt, oder weil man schlicht zu faul ist, die Maschine regelmäßig zu warten. Geschweige denn, dass man noch den weiten Weg ins Geschäft auf sich nimmt, um das vom Gerätehersteller empfohlene Spezialreinigungsmittel zu kaufen. So ein Geschenk, das Arbeit mit sich bringt und einem noch Kosten aufhalsen will, die man bei anderen Zubereitungsarten nicht hat, das macht keine Freude. Kleidung ist auch sehr heikel. Geschmäcker sind verschieden, und dass man zufällig den gleichen Geschmack wie die zu beschenkende Person hat, das wird nicht recht wahrscheinlich sein. Abgesehen von Fehlern beim Schätzen der Größe der zu beschenkenden Person. Parfums und Seifen sind nicht minder sensibel. Erstens der Geschmack, und zweitens kann man damit Menschen auch beleidigen, ich kenne selbst einen Fall, wo das das Ende einer Freundschaft war. Als sehr böse schätze ich ganz besonders Gutscheine ein. Unzählige Gutscheine verfallen, obwohl kurze Befristungen offiziell nicht mehr zulässig sind, es gibt genügend Firmen, die beim Einlösen große Probleme machen, selbst beim Einlösen innerhalb der Frist. Wenn die Firma oder der Franchisenehmer zusperrt, wie es so oft passiert, ist der Gutschein genauso nichts mehr wert. Gutscheine sind nicht so flexibel wie Bargeld, mit Bargeld kann man überall einkaufen. Wenn einem schon die Kreativität fehlt, ein passendes Geschenk auszusuchen, dann bitte keinen Gutschein schenken, sondern gleich Bargeld, Gutscheine sind ja ohnehin genauso schnöde wie Geld. Gutscheine bitte nur im äußersten Notfall, und nur wenn man vorher fragt, wo die zu beschenkende Person wirklich einkaufen will. Natürlich haben die Firmen nichts dagegen, wenn man ihnen Gutscheine abkauft, die nie eingelöst werden, deshalb werden Gutscheine in der Vorweihnachtszeit auch so beworben. Ein Inserat empfiehlt allen Ernstes, einen Gutschein für die Entsorgung von 1 Kubikmeter Abfall (Bauschutt genauso wie Strauchschnitt) zu verschenken, inklusive Sack und Abholung, sobald der Sack voll ist. Na das Gesicht des glücklichen Beschenkten möchte ich gerne sehen, wenn er sein Packerl aufmacht. Abgesehen davon kann das auch beleidigend sein, man sagt jemandem damit mit dem Zaunpfahl, dass er zuviel Klumpert herumliegen hat, das weg gehört.
Geschäftliche wie private Beziehungen können an schlecht gewählten Geschenken zerbrechen, da ist es noch besser, gar nichts zu schenken, als bei der Wahl des Geschenks total daneben zu greifen. Ich hoffe, mit meinen Worten einige Beziehungen gerettet zu haben, und ich freue mich darüber. Ich persönlich fühle mich mit teuren Geschenken total unwohl, ich habe lieber kleine Geschenke, am liebsten noch mit Werbeaufdruck, damit ich die Sachen stolz herumzeigen kann. So wie ich sind übrigens einige andere Menschen auch, man sollte nicht über Bescheidenheit schmunzeln, gerade diese Sachen wirken am wenigsten aufdringlich, und man kommt nicht in die Verlegenheit, ein ähnlich wertvolles Gegengeschenk machen zu müssen. Ohne diese unausgesprochene Verpflichtung zu einem Gegengeschenk fühlt man sich viel wohler und kann sich über das Geschenk wirklich freuen.
(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 19.11.)
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