03.04.2019, 2656 Zeichen
Die S Immo AG hat ein gutes Jahr hinter sich und offenbar ein gutes Jahr vor sich. Zwar werden keine konkreten Zahlen im Ausblick genannt, aber der FFO dürfte auch 2019 steigen, ließen die Vorstände Ernst Vejdovszky und Friedrich Wachernig bei der Bilanzpressekonferenz wissen. In 2018 wurde ein Konzernergebnis in Höhe von 204,2 Mio. Euro (+53 Prozent) und mit 61,1 Mio. Euro der bisher höchste FFO I in der Unternehmensgeschichte erreicht. Seit 2012 ist diese Kennzahl im Schnitt um 17 Prozent p.a. gewachsen. Dies führte auch zu einer verlässlichen Dividendenausschüttung, die für 2018 bei 0,70 Euro je Aktie liegt (davor: 0,40 Euro).
Derzeit werden durch weitere Zukäufe die Erträge der Zukunft abgesichert. Vor allem in Deutschland sehen die S Immo-Vorstände noch gute Chancen, speziell in den Sekundärstädten wie Leipzig, Kiel and Erfurt. In Summe wurde 2018 in Deutschland um ca 123 Mio. Euro zugekauft. Große Hoffnung setzt man bei der S Immo vor allem auch auf den Speckgürtel um Berlin, so knapp eine Autostunde vom Zentrum entfernt, wo die S Immo im großen Stile sogenanntes Bau-Hoffnungsland erwirbt. Derzeit liegt die Gesellschaft bei Zukäufen von um die 900.000 qm in diesem Gebiet, Tendenz steigend. Die frisch erworbenen Grundstücke, deren Verkehrswert per Ende März schon höher liegt als noch Ende Dezember, verfügen derzeit zumeist noch über keine Widmung. "Wenn nur die Hälfte davon aufgeht, sehen wir dort ein Potenzial von etwa 500 Mio. Euro", stellt Friedrich Wachernig in Aussicht. Zeitplan gibt es noch keinen konkreten, aber man habe auch keinen Druck diesbezüglich, so Wachernig, der einen Zeithorizont von bis zu 10 Jahre für möglich sieht. Selbst wenn das Szenario eintreten sollte, dass rund 300.000 qm davon bebaut werden, 300.000 qm der Fläche zu einem höheren Preis weiterverkauft und die restlichen qm zum Kaufpreis wiederveräussert werden, sei das Potenzial sehr hoch. Der Quadratmeter-Preis für die rund 1 Mio. qm liegt bei 10 Euro bis 20 Euro.
Grundstücke wurden zuletzt auch in Budapest und Bukarest erworben, geprüft werden derzeit auch Gundstückskäufe in Zagreb und Bratislava, wie die Vorstände bei der Pressekonferenz mitteilten.
Zu den Gesprächen mit der Immofinanz bezüglich der möglichen Fusion gibt man sich weiter zurückhaltend. Vejdovszky: "Es werden sämtliche Varianten ausgelotet. Aber die Dinge sind nicht einfach. Und dafür muss man sich im Sinne der Aktionäre Zeit nehmen". Die Beteiligungen an der CA Immo und an der Immofinanz haben der S Immo bisher 19,4 Mio. Euro an Dividenden eingebracht. Für 2018 werden es weitere 16, 3 Mio. Euro sein. Ob noch weitere Aktien zugekauft werden, läßt Vejdovszky offen.
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