11.04.2019, 2365 Zeichen
Die Immofinanz ist für weiteres Wachstum gut aufgestellt. Per Ende 2018 verfügte man über liquide Mittel in Höhe von 631,8 Mio. Euro. Die Kriegskassa ist also voll, die Finanzierung solide aufgestellt, weitere Zukäufe werden erfolgen, wie die Immofinanz-Vorstände Oliver Schumy, Stefan Schönauer und Dietmar Reindl am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz ankündigten.
Vor allem die Retail Parks Stop Shop sollen durch Zukäufe und Entwicklungen in Richtung 100 Einheiten gehen, derzeit sind es 80 in neun Ländern. Und auch mehr Vivo-Märkte will die Immofinanz erwerben, allerdings ist das Angebot hier etwas eingeschränkt, wie COO Dietmar Reindl wissen lässt. Dass die Online-Konkurrenz den stationären Handel einschränkt, spürt man bei den Immofinanz-Mietern nicht. "Unsere Stop Shops und Vivo-Märkte wurden 2018 von 142 Mio. Personen besucht und die Mieter entwickeln sich 40 Prozent über dem Markt", weiß Reindl zu berichten. Der Zukauf von Büroimmobilien wird speziell in Warschau, Prag und Budapest geprüft. Neue Märkte schaut man sich "nur vorsichtig an", so Reindl.
Die laufenden Gesprächen zwischen Immofinanz und S Immo, die bekanntlich gegenseitig Beteiligungen halten, werden seitens CEO Oliver Schumy wenig kommentiert. Nur soviel: Es werden möglichen Synergien ausgelotet und es wird Potenzial gesehen. Es soll vor allem eine Lösung herauskommen, die positiv für die Aktionäre ist, betont Schumy. Dass eine Wertschaffung für Aktionäre bei der Immofinanz im Vordergrund steht, beweist auch der Return to Shareholder (Dividende plus Aktienrückkauf), der sich insgesamt auf 1,82 Euro je Aktie beläuft, was einer Rendite von 8,7 Prozent entspricht, wie Schumy betont.
Was den in Medien kolportierten möglichen Verkauf des von der VIG gehaltenen S Immo-Anteils in Höhe von 10 Prozent anbelangt, gibt es seitens des Immofinanz-CEO ebenso nur einen knappen Kommentar: "Wir haben die Berichte verfolgt, alles andere wird man sehen".
Zu Immobilien-Investments im Generellen meint Schumy, dass es derzeit "viel Kapital gibt, das eine Veranlagung sucht". Speziell Kapital von weit entfernten Regionen, wie beispielsweise Australien sei stark im Kommen. "Die CEE-Region wird dabei immer interessanter", erläutert Schumy. Denn: Während in den deutschen Markt vergangenes Jahr etwa 60 Mrd. Euro flossen, war der CEE-Markt mit 15 Mrd. noch etwas bescheidener unterwegs.
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