09.03.2020, 2078 Zeichen
Die börsenotierte Marinomed Biotech AG hat mit ihrer Marinosolv®-Technologieplattform in präklinischen Studien vielversprechende Ergebnisse für weitere Anwendungsgebiete erzielt. Die Studien zeigen, dass zusätzlich zu den Leitprodukten Budesolv (Phase-III-Studie für allergischen Heuschnupfen erfolgreich abgeschlossen) und Tacrosolv (Phase-II-Studie zur Behandlung allergischer Bindehautentzündung und Trockenes-Auge-Syndrom in Vorbereitung) mit Hilfe von Marinosolv® auch die bisher schwer löslichen Wirkstoffe Mometason, Fluticason und Fluorometholon in größeren Mengen aufgelöst werden können. Im Vergleich zu den aktuellen Marktprodukten konnte mit Marinosolv® eine 50- bis 200-fache Verbesserung der Löslichkeit erzielt werden. „Die neuen Studien bestätigen, dass unsere klinisch validierte Marinosolv®-Plattform enormes Potenzial hat, um Therapien im Bereich von Asthma, Allergien und Augenheilkunde nachhaltig zu verändern“, erklärt Marinomed-CEO Andreas Grassauer.
Die nun getesteten Substanzen werden erfolgreich bei unterschiedlichen Krankheiten wie Asthma, entzündliche Augenerkrankungen und Allergien entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Arzneistoffen lokal eingesetzt. Eine verbesserte Löslichkeit bedeutet, dass mit niedrigeren Dosierungen höhere Mengen an Wirkstoff am Zielort ankommen und dadurch die Wirksamkeit erhöht werden kann. Damit ergeben sich speziell für Fluticason potenzielle neue Entwicklungen für die Behandlung von Allergien und Asthma, entweder als Monotherapie oder in Kombination mit Wirkstoffen aus der Klasse der Antihistaminika oder Bronchodilatoren. Eine mögliche weitere Anwendung wäre Fluticason als modernes Steroid in der Augenheilkunde. Die Wirkstoffe Mometason und Fluorometholon stellen wiederum interessante Alternativen zu Fluticason dar. Darüber hinaus zeigen die präklinischen Studien, dass Marinosolv® auch die Kombination von verschiedenen Wirkstoffen erleichtert. Im nächsten Schritt prüft Marinomed für diese Substanzen die geeignete Strategie für klinische Studien und potenzielle Märkte, wie Marinomed mitteilt.
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