01.07.2020, 3793 Zeichen
Im monatlichen Fondsjournal hat die 3 Banken Generali KAG ihre neuen Thesen für das 2. Halbjahr publiziert und rät zu einer ruhigen Hand. "Das Umfeld bleibt herausfordernd und nur bedingt planbar. Ein klarer Langfristblick ist daher wichtig. Ebenso wichtig ist es, hektische Tagesaktualitäten nicht immer zu bewerten. Positive wie negative Szenarien theoretisch durchzudenken, wird hilfreich bleiben, um im jeweils aktuellen Fall einen klaren Plan zu haben".
Aktien bleiben für die 3 Banken-Experten "strategisch alternativlos". Sie erklären: "Negative Realzinsen untergraben die Attraktivität von Anleihen und fördern Schritt für Schritt die Umschichtungen in Aktien. Diese grundsätzliche Tendenz ist mit Blick Richtung Horizont wichtig, ungeachtet davon, wie turbulent der tagesaktuelle Wellengang auch sein mag. Der langfristige Weg erscheint durch das Zinsumfeld und die besprochene negative Realverzinsung vorgezeichnet. Dies gilt es als unverrückbare strategische Leitplanke zu definieren. Taktisch kann und soll man agieren und auch reagieren, aber nicht überreagieren. Rückschläge sind angesichts Corona und angesichts global deutlich sinkender Unternehmensgewinne immer möglich. Der Illusion, dies perfekt timen zu können, sollte man sich aber nicht hingeben. Vermeiden Sie daher die Aktien-Nullgewichtung. Es ist ein Spiel gegen die Wahrscheinlichkeit – und auch gegen die Notenbanken. „Don ́t fight the FED“ – der alte Ratschlag hat sich im März und April dieses Jahres eindrucksvoll bewahrheitet. Realität versus Liquidität – beides gilt es zu bewerten."
Zum Thema Länderfokus meinen die 3 Banken-Experten im aktuellen Fondsjournal: "Ein Länderfokus hilft nicht weiter. In einer hoch vernetzten Welt gibt es kaum ein Land, das einen Einfluss der Weltkonjunktur verhindern kann – im Positiven wie im Negativen. Bestes Beispiel ist Österreich. In der Bekämpfung der Corona-Krise liegen wir im internationalen Vergleich auf den absoluten Top-Plätzen. Im Börsenranking 2020 liegt der Heimatmarkt aber am ganz unteren Ende. Dies liegt nicht „an Österreich“ und nicht „an der Wiener Börse“. Es liegt einfach daran, dass in Wien schwergewichtig die Titel aus den Branchen Industrie, Öl, Finanz und Immobilien kommen. Alles Branchen mit Gegenwind. Die Gewinner wie internationale Digitalisierungschampions, Gesundheitsunternehmen oder Unternehmen aus dem konjunkturresistenten defensiven Konsum fehlen dagegen meist gänzlich."
Und wie sieht für die 3 Banken KAG-Experten nun eine "Durchschnittsempfehlung" aus?
"Definieren Sie eine Aktienhöchstquote für sich selber. Denn nur so können Sie sagen, ob Sie hoch oder gering gewichtet sind. Wir schlagen Ihnen eine Aktienhöchstquote von 50 % vor. Wir schlagen vor, ca. 60 % davon auszunutzen, was einer Quote von 30 % entspricht. „Wir sind investiert, wenn auch nicht auf Anschlag.“ Aufgrund der Branchenriesen im Bereich Digitalisierung und Medizin kann es nie ein Depot ohne US-Aktien geben. Es muss aber nicht die Gewichtung des Weltindex von 65 % sein. 45 % bis 50 % reichen auch. Europa hatte nach dem 750-Milliarden-EURO-Rettungsplan erstmals seit Jahren wieder deutliche Mittelzuflüsse. Der Anleiheteil ist mehr Stabilisator als Ertragsbringer. Dieses Umfeld wird bleiben. Kreative und vor allem breit gestreute Zugänge mit Unternehmensanleihen oder Papieen aus den Emerging-Markets sind Basis. Wenn Cash bestenfalls mit Null verzinst wird, dann sind auch 1,5 % Rendite einer Anleihestrategie ein Mehrwert. Wir empfehlen eine Höchstquote von Gold von 10 % und sind aktuell mit etwa 7 % investiert. Bewahren Sie sich den Blick für die Buntheit und die Möglichkeiten der internationalen Anlagewelt. Der Markt bietet Chancen für jedes persönliche Weltbild. Ob führender Internetkonzern, forschendes Medizinunternehmen oder chancenreiche Goldmine."
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