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Frequentis ist "voll ausgelastet" - Wertminderungen wegen Commerzialbank drücken auf Konzernergebnis

Magazine aktuell


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18.08.2020, 2232 Zeichen

Das operative Geschäft der börsenotierten Frequentis AG hat sich im 1. Halbjahr 2020 trotz Covid-19 Pandemie laut Unternehmen "zufriedenstellend" entwickelt. Der Umsatz blieb mit 132,3 Mio. Euro nahezu stabil, das EBITDA stieg im Berichtszeitraum auf 6,0 Mio. Euro (H1 2019: 2,4 Mio. Euro), das EBIT verbesserte sich auf -1,0 Mio. Euro (H1 2019: -3,9 Mio. Euro).

Frequentis-CEO Norbert Haslacher: "Gerade bei den aktuellen Herausforderungen zeigt sich die Stabilität unseres Geschäftsmodells - die von Frequentis gelieferten Produkte sind Teil der sicherheitskritischen und damit nicht verzichtbaren Infrastruktur in den jeweiligen Ländern."

Trotz der durchgeführten Wertminderung der Einlagen durch die Insolvenz der Commerzialbank Mattersburg konnte die Eigenkapitalquote bei 36,5 Prozent per Ende Juni 2020 gehalten werden. Anders als EBITDA und EBIT, ist das Konzernergebnis von der Wertminderung direkt betroffen. Bereinigt um den Einmaleffekt (23,2 Mio. Euro unter Berücksichtigung des Steuereffektes) belief sich das Konzernergebnis im 1. Halbjahr 2020 auf -0,2 Mio. Euro (H1 2019: -2,4 Mio.).

Diese Infrastruktur müsse immer vorhanden und betriebsbereit sein - unabhängig von der Anzahl der Flüge / Überflüge oder der Zahl der Einsätze von Polizei, Rettung oder Feuerwehr, so das Unternehmen. Damit sei die Nachfrage nach Frequentis-Produkten und -Dienstleistungen weiterhin gegeben, wie der gestiegene Auftragseingang um 28 Prozent auf 171,8 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2020 belegt. Insgesamt belief sich der Auftragsstand per 30. Juni 2020 auf 445,2 Mio. Euro, eine Steigerung von 13,7 Prozent - das Unternehmen ist den Angaben zufolge "voll ausgelastet".

Die Wertminderung der Einlagen durch die Insolvenz der Commerzialbank Mattersburg haben keine Auswirkungen auf Kunden, Lieferanten, laufende Projekte, Mitarbeiter oder M&A-Aktivitäten - das operative Geschäft geht in gewohntem Umfang weiter, betont das Unternehmen. Aufgrund der Wertminderung wird aber von einem negativen Konzernergebnis für das Jahr 2020 ausgegangen. Trotz der nicht prognostizierbaren weiteren Entwicklung der Pandemie strebt Frequentis danach, den Umsatz und den Auftragseingang im Gesamtjahr 2020 in etwa zu halten, "wenn nicht zu steigern", wie es heißt.



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Frequentis: Modernisierung der Einsatzleitstellen für Feuerwehr und Polizei Hamburg mit neuester Software-Plattform, Credit: Frequentis, (© Aussender)


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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