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Wie Covid-19 die Metallpreise verändert hat

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14.09.2020, 3437 Zeichen



2020 wurde bisher vor allem von dem Coronavirus geprägt welcher auf der ganzen Welt massiven Schaden anrichtete und auch die globale Wirtschaft lahmlegte. Viele Industrien standen komplett still, und einige Versorgungsketten wurden massiv unterbrochen.

Rohstoffhändler haben während dieser Zeit die Metallpreise fest im Auge, denn diese gelten allgemein als besonders aussagekräftig für wirtschaftliche Trends und Veränderungen. Insbesondere der Kupferpreis dient als Indikator dafür, wie weit sich die Weltkonjunktur bereits erholt hat.

Wieso sind die Metallpreise gesunken?
China ist das Zentrum der globalen Stahlproduktion – mehr als die Hälfte der globalen Stahlerzeugnisse stammen von dort. Immense Mengen von Rohstoffen wie Eisen- und Kupfererz werden nach China importiert, welche genutzt werden, um Chinas riesige Elektronikindustrie zu versorgen. Als das Land am Anfang des Jahres von dem Virus befallen wurde kam auch die Produktion zu einem abrupten Stopp. Die Nachfrage sank rapide und damit auch der Preis.

Mitte April war die Produktion Chinas wieder in großen Teilen stabilisiert und Stahlproduzenten haben sich wieder sicher genug gefühlt, um die Produktion wieder aufzunehmen. Dies war jedoch nicht möglich, da die Ressourcen oftmals per Flugzeug importiert werden sollten und dies selbstverständlich nicht möglich war.

Kupfer hat von allen Grundmetallen die beeindruckendste Markterholung gehabt: Die Kupferpreise sind schon wieder da, wo sie vor der Krise waren. Grund dafür ist, dass auch die Kupferversorgung stark gestört wurde, weil die Arbeit in Kupferminen, insbesondere Los Pelambres in Chile und Las Bambas und Antamina in Peru, durch COVID-19 auch unterbrochen war.

Die Preise anderer Metalle wiederum sind sehr stark angestiegen. Gold wird von Anlegern häufig als „sicherer Hafen“ in Zeiten wirtschaftlicher Krisen gesehen. Nach der Finanzkrise im Jahr 2008 ist Gold über die nächsten 3 Jahre von 712 US$/Unze auf 1.900 US$/Unze gestiegen und auch jetzt während dem Coronavirus sind die Preise hochgeschossen. Ungeachtet der schwankenden Wechselkurse nimmt Gold weiterhin eine wichtige Rolle für Investoren ein, die Hedging ihres Kapitals betreiben wollen. Selbst die gestörten oder abgebrochenen kommerziellen Flüge, die für den Transport des Edelmetalls notwendig sind, haben keine deutlichen Spuren an seinem Preis hinterlassen.

Wieso wird Kupfer als Indikator genutzt?
Metall, und insbesondere Kupfer, wird traditionell als Indikator für derzeitige wirtschaftliche Lage genutzt. Dies ist nicht verwunderlich, da Kupfer nach wie vor ein Kernbestandteil von Rohrleitungen, elektronischen Geräten und auch Währung ist. In Deutschland besteht ein wesentlicher Anteil der Internetfestnetzleitungen noch aus Kupfer. Anhand der Entwicklung des Kupferpreises lässt sich zumindest schätzen, wie stabil die Wirtschaft eines Landes oder sogar die des Weltmarktes ist.

Nach einem deutlichen Einbruch Mitte März auf 4.292 €/t kletterte der Kurs von Mai bis Juli auf über 5.700 €/t und blieb bis heute relativ stabil. Dies sind gute Nachrichten nicht nur für Produzenten und Großhändler, sondern auch für den Endverbraucher, denn da die Produktion von elektronischen Geräten wieder Fahrt aufnimmt, wird es keine Engpässe bei der Versorgung geben. Zwar ist ein Voraussagen mithilfe des Kupferpreises nur bedingt möglich, aber anhand der historischen Entwicklung kann viel über Flut und Ebbe der Konjunktur gelernt werden.



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    2020 wurde bisher vor allem von dem Coronavirus geprägt welcher auf der ganzen Welt massiven Schaden anrichtete und auch die globale Wirtschaft lahmlegte. Viele Industrien standen komplett still, und einige Versorgungsketten wurden massiv unterbrochen.

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