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29.09.2020, 1592 Zeichen

Die Technische Analyse wird immer noch als Glaubensfrage missverstanden. Mir als Betriebswirten mit jahrzehntelanger Erfahrung sowohl im Bilanzdurchforsten wie im Kursgrafik-Auswerten ist es ein Greuel, zu sehen, wie da so locker mit eigenen, aber auch Kundengeldern umgegangen wird, auch im vermeintlich hochprofessionellen Bereich. Vor dem Kauf eines Autos wird wochenlang die Ausstattungsliste durchgegangen, vor einer Urlaubsreise und dem tatsächlichen Autokauf das Internet durchforstet, bei der Geldanlage aber, da guckt man in’s betriebswirtschaftliche Research des Hauses oder Herrn X, und „mehr muss nicht, ist ja eh mit Bilanzkennzahlen und so“. Einen Chart sieht man sich nicht an, „weil da sind ja nur vergangen Preise drin“. Solchen haarsträubenden Unsinn habe ich gestern erst wieder auf Fb gesehen, in einer Aktien-Trading-Gruppe. Für den Privaten ist’s ja okay, aber eine Bank, ein Investmentberater müsste dafür bestraft werden, wenn er freiwillig wichtige Entscheidungsgrundlagen ignoriert. Das ist grob fahrlässig.

Heute sehen wir uns die Uniqa nochmals an, denn diese hat das Kursziel – und damit ihren neuralgischen Punkt erreicht; mit Fall unter 5,50 wurde nun 5,12 erreicht, die Unterstützung, die seit immerhin 2016 hält. Ab 4,90 könnte man sich sicher sein, dass dem so nicht mehr ist und stattdessen Raum offen ist gen‘ 4,00 – 2,80. Andernfalls wäre ab 5,32 eine Erholung bis 5,62 – 5,77 ein Anzeichen einer Trendwende.


Uniqa ( Akt. Indikation:  5,06 /5,08, -0,78%)

(Der Input von Robert Schittler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 29.09.)



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