04.11.2020, 2269 Zeichen
Die Addiko Gruppe, eine auf Konsumenten und SME spezialisierte Bank mit Hauptsitz in Österreich, hat ihr ungeprüftes Ergebnis für die ersten neun Monate 2020 veröffentlicht. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von -6,4 Mio. Euro seit Jahresbeginn (3Q19: +23,4 Mio.) sei hauptsächlich durch ein positives Ergebnis nach Steuern von +5,8 Mio. Euro und ein solides operatives Geschäft im 3. Quartal beeinflusst worden, so das Unternehmen. Die Kreditrisikokosten hätten sich aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten und umsichtiger Rückstellungen gegenüber dem aktuellen Umfeld auf -37,8 Mio. (1H20: -29,2 Mio.) erhöht, wobei die Risikovorsorge aufgrund der regelmäßigen Geschäftstätigkeit insgesamt -15,9 Mio. ausmachten, so das Institut. Das operative Ergebnis vor Kreditrisikokosten für die ersten neun Monate 2020 sei um 48 Prozent im Jahresvergleich auf +42,4 Mio. (3Q19: +28,6 Mio.) gestiegen. "Wir haben unser Geschäftsmodell verfeinert und unsere digitale Strategie geschärft. Außerdem haben wir weitere kostensenkende Maßnahmen eingeleitet, um unsere Organisation schlanker zu machen. Wir sind fest davon überzeugt, dass Addiko auf dem richtigen Weg ist, um Mehrwert für unsere Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Trotz der positiven Entwicklungen im dritten Quartal müssen wir angesichts der hohen Volatilität und der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Situation vorsichtig bleiben.", sagte Csongor Németh, CEO der Addiko Bank AG.
Die CET1 Quote habe sich auf 19,2 Prozent verbessert (18,5% IFRS 9 fully-loaded). Für das Gesamtjahr 2020 hat der Konzern seinen bekanntgegebenen Ausblick überarbeitet und erwartet nun Bruttokundenforderungen in Höhe von rund 3,6 Mrd. Euro (zuvor 3,5 Mrd.) und Kreditrisikokosten auf finanzielle Vermögenswerte bei maximal 1,5 Prozent auf durchschnittliche Kredite und Forderungen an Kunden (zuvor 1,1 Prozent bis 2,2 Prozent). Die übrigen Positionen blieben gegenüber des bereits im August kommunizierten Ausblicks unverändert, bei einem Nettobankergebnis von 7-10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, betrieblichen Aufwendungen von unter 175 Mio. Euro und einer CET1 Quote von über 19 Prozent unter Anwendung der CRR Übergangsbestimmungen (nach Abzug der für 2019 vorgeschlagenen Dividende).
Börsepeople im Podcast S25/10: Harald Suekar
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