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Impact Investing: Klimawandel und Crispr-Cas9 – Nobelpreis für die „Genschere“

Manchmal machen Forscher Entdeckungen, bei denen sofort klar ist, dass diese die Welt revolutionieren: Crispr-Cas9, auch als „Genschere“ bezeichnet, ist wirklich spektakulär! Der Code des Lebens lässt sich umschreiben wie eine Geschichte am Computer und hat bereits Science-Fiction-Filme inspiriert, Ethikkommissionen auf den Plan gerufen und eine neue Milliardenindustrie geschaffen. Hilft uns dieses mächtige Werkzeug womöglich auch die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu lösen?

Kreatives Potential offenbart Chancen. Ich finde die Zeitepoche, in der wir uns befinden megaspannend, weil Krisen und Chaos auch immer enormes kreatives Potential freilegen! Der momentane Wandel geht mit enormem Aufruhr und Tohuwabohu einher – wichtiger denn je also in Ruhe zu beleuchten, welche Geschenke diese außergewöhnliche Zeit für uns bereithält. 

Corona birgt die riesige Chance, die Gesellschaft aus ihren verkrusteten, lange nicht mehr dienlichen Strukturen zu befreien. Alleine unser Schulsystem auf Homeschooling umzustellen, hätte uns als Gesellschaft vermutlich einige Jahrzehnte beschäftigt. Innerhalb einiger Tage war dies geschafft! 

Diese Zeit zwingt uns – im in mehrerlei Hinsicht atemberaubendem Tempo – alle kritischen Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu überprüfen, und das, vor dem allgegenwärtigen Hintergrund der Klimakrise. 

Bewältigbarer Klimawandel durch Crispr-Cas?
 
Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna haben am 7.10.2020 für die Entdeckung der Genschere den Nobelpreis erhalten, denn Crispr-Cas9 kann Gene an- und ausschalten, einzelne Buchstaben in der DNA präzise löschen oder neue einfügen. Damit wurde der Menschheit ein enorm machtvolles Werkzeug gegeben, um die Biologie zu beherrschen. Die Pläne reichen vom trockentoleranten, glutenfreien Superweizen, über tierloses Fleisch bis hin zu Krebstherapien und Mittel gegen Corona.Die wohl größten Hoffnungen wurden im Medizinbereich ausgelöst. Nicht minder wichtig, der Klimawandel und so wie es aussieht, könnte Crispr-Cas uns auch dabei helfen.

Ernährungssicherheit durch Superplants. Unvorhersehbare Wetterbedingungen und der Anstieg von Krankheitserregern bedeuten für viele Pflanzenkulturen den Tod. Für Länder wie Afrika, die bereits jetzt von Hunger und Dürrekatastrophen bedroht sind, und somit letztlich für uns alle, könnte dies furchtbare Auswirkungen haben.

Ultimatives Ziel ist es daher, durch Geneditierung Pflanzenvarianten zu schaffen, die gegen Dürre, Überschwemmungen, Salzwasser und Schädlinge resistent sind – vorhandene Gene werden ersetzt, ohne DNA von anderen Organismen hinzuzufügen. Das ist der Unterschied zu genmanipulierten Pflanzen, die es, mit vielerlei Nachteilen bereits gibt.

Lösung zahlreicher Probleme durch tierloses Fleisch. Wenn sich Tiere von Gräsern ernähren, die für den menschlichen Magen nicht verwertbar sind, ist das sinnvoll. Doch nur wenige Tiere können auf Weiden grasen. Problematisch ist die Abhängigkeit von Futtermitteln wie gentechnisch verändertem Soja. Alleine Österreich muss 600.000 Tonnen davon importieren, für das zum Großteil südamerikanischer Regenwald abgeholzt wurde. 90 Prozent der Soja- und 30 Prozent der weltweiten Getreideernte werden an Tiere verfüttert, für die „Produktion“ von vergleichsweise wenig Fleisch, obwohl weltweit Menschen an Hunger sterben.

Bei der Abholzung von Regenwald gehen wertvolle Pflanzen- und Tierarten für immer verloren und es entstehen enorme Mengen an Treib-
hausgasemissionen. Zusätzlich zum Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, den direkten Emissionen der Tiere und allen verbundenen Transporten ist Fleisch daher das Lebensmittel mit der höchsten Klimabelastung. Ganz abgesehen von dem unsagbaren Tierleid, das damit einhergeht. Fleisch aus dem Labor wäre somit ein Durchbruch und würde gleich viele Problemfelder lösen. Um zu erschwinglichen Preisen und tatsächlich frei von tierischen Produkten produzieren zu können, ist die moderne Biotechnologie unverzichtbar. 

Was vor wenigen Jahren noch Utopie war, wird nun zunehmend konkret – wundervoll! 

zur Autorin

Susanne Lederer-Pabst. Die Finanzanalystin und gerichtlich beeidete Sachverständige für den Bank- und Börsebereich will nachhaltiges, sozialverträgliches Investieren stärker in den Investmentfokus Institutioneller Investoren rücken.

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Aus dem Börse Social Magazine #46
(Oktober 2020)





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