09.06.2021, 4683 Zeichen
Kaum verändert hat gestern der heimische Markt geschlossen, der ATX schaffte lediglich ein kleines Plus von 0,1%. Produktionszahlen aus der deutschen Industrie hatten in der Früh die Erwartungen enttäuscht und auch Umfrageergebnisse des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) blieben hinter den Prognosen zurück, allerdings verbesserte sich dabei die Bewertung der aktuellen Lage deutlich, Handelsdaten aus den USA blieben im Hintergrund. Unternehmensseitig lag ein großes Augenmerk auf der OMV, der Öl- und Gaskonzern verkauft sein Tankstellengeschäft in Slowenien an die ungarische MOL-Gruppe. Der vereinbarte Kaufpreis für das gesamte Tankstellengeschäft im südlichen Nachbarland beträgt 301 Millionen Euro, das Closing wird, vorbehaltlich benötigter behördlicher Genehmigungen, im Jahr 2022 erwartet, nach klaren Verlusten im Verlauf des Nachmittags konnte die Aktie das Minus schlussendlich auf 0,04% reduzieren. Deutlich unter die Räder kam der Branchenkollege Schoeller-Bleckmann, für den Ölfeldausrüster brachte der Handel einen heftigen Rückgang von 4,0%, was gleichzeitig das schlechteste Ergebnis eines Titels am gestrigen Handelstag war. Die Erste Group hob das Kursziel für Do & Co von 73,7 Euro auf 85,2 Euro an, die Einstufung wurde unverändert auf „Accumulate“ belassen, das Cateringunternehmen konnte daraufhin um stolze 4,6% zulegen und war damit stärkster Wert am gestrigen Tag. Raiffeisen Research erhöhte das Kursziel für Zumtobel von 9,0 Euro auf 10,5 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung, der Leuchtenhersteller konnte den Tag mit einem Zuwachs von 3,6% beenden. Für die Banken ging es nach dem erfreulichen Vortag gestern wieder nach unten, die Bawag musste 1,6% nachgeben, für die Erste Group gab es ein Minus von 1,4%, lediglich die Raiffeisen konnte das Ergebnis mit einem Rückgang von 0,1% einigermaßen erträglich gestalten. Wenig Bewegung gab es bei den Versicherungswerten, die Vienna Insurance Group endete prozentuell unverändert, für uniqa gab es einen kleinen Anstieg von 0,4%. Nachgeben musste voestalpine, der Stahlkonzern ging 1,4% leichter aus dem Handel, auch Rosenbauer wurde verkauft, für den Feuerwehrausrüster gab es einen Abschlag von 1,2%. Weiter gesucht war AT&S, der Leiterplattenhersteller konnte auch gestern wieder ein Plus erzielen und 2,9% höher scliessen, auch der Verbund präsentierte sich stark und endete mit einem Aufschlag von 2,8%. Ebenfalls gesucht war der Branchenkollege EVN, der mit einer 1,8% höheren Schlussnotierung den Tag beenden konnte.
Unternehmensnachrichten
Voestalpine
Der heimische Stahlkonzern voestalpine präsentierte heute seine Zahlen zum Geschäftsjahr 2020-21, die operativ über den Erwartungen lagen. Obwohl die Nachfrage nach voestalpine-Produkten im Lauf des Geschäftsjahres 2020/21 deutlich zunahm, verringerte sich der Umsatz des Konzerns konjunkturbedingt um 11,4% auf €11,3 Mrd. Die Nachfrage nach voestalpine-Produkten nahm im 2. Quartal trotz neuerlicher Lockdowns in vielen Märkten wieder zu und stieg im Laufe des Geschäftsjahres kontinuierlich an. Vor allem die Automobilindustrie kehrte überraschend stark aus dem Coronatief zurück und ließ die Nachfrage nach hochqualitativen Stahlprodukten deutlich wachsen. Ähnlich wie bei der Entwicklung der Umsatzerlöse verzeichnete die voestalpine über die Geschäftsquartale hinweg auch auf der Ergebnisseite einen markanten Aufschwung: Der Rückgang des EBITDA um 4% auf €1,1 Mrd. fiel angesichts der Corona-Krise moderat aus. Beim EBIT gelang dem Konzern mit €115 Mio. eine Rückkehr in den positiven Ergebnisbereich (Vorjahr: €-89 Mio.). Wie kommuniziert, verminderten im Geschäftsjahr 2020/21 (im Wesentlichen im 2. Quartal) Sonderabschreibungen in Höhe von €197 Mio. das EBIT, die sich insbesondere auf die Gesellschaften voestalpine Texas und voestalpine Tubulars verteilten. Auch beim Ergebnis nach Steuern konnte der voestalpine-Konzern mit €32 Mio. (2019/20: €-216 Mio.) eine Verbesserung erreichen. Vorbehaltlich der Zustimmung der am 7. Juli 2021 stattfindenden Hauptversammlung der voestalpine AG wird an die Aktionäre eine Dividende von €0,50/Aktie ausgeschüttet. Gemessen am durchschnittlichen Börsenkurs der voestalpine-Aktie im GJ 2020/21 von €24,51 ergibt sich eine Dividendenrendite von 2%. Unter der Annahme, dass die aktuelle wirtschaftliche Dynamik anhält und keine unerwarteten Marktverwerfungen eintreten, geht der Vorstand der voestalpine AG für das gesamte Geschäftsjahr 2021/22 aus heutiger Sicht von einem EBITDA in einer Bandbreite von €1,6 bis 1,9 Mrd. aus.
GJ 2020-21: Umsatzerlöse: €11.266,6 Mio. (11.253e); EBITDA: €1.134,5 Mio. (1.069e); EBIT: €115,2 Mio. (138,8e), Ergebnis nach Steuern: €31,7 Mio. (-106,2e)
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