01.07.2021, 2642 Zeichen
Herr Haslacher, hat Sie die Entwicklung des Aktienkurses mit Kursgewinnen von bis zu mehr als 50 Prozent in den letzten sechs Monaten überrascht?
Norbert Haslacher: Ehrlich gesagt ja. Ich hoffe, dass das nicht nur eine Momentaufnahme in einem volatilen Markt ist und der Aufwärtstrend stabil bleibt.
Woran liegt es, dass sich die Anleger für die Frequentis-Aktie begeistern?
Wir haben in diesen schwierigen Zeiten unser Geschäftsmodell ausführlich transparent kommuniziert, einfach auch um zu vermeiden, dass wir mit Airlines und Flughafenbetreibern assoziiert werden. Das ist uns gelungen und ich denke, dass die Akquisition der drei Geschäftsteile von L3 Harris viele Ideen bei Anlegern beflügelt, wie wir auf Sicht der nächsten fünf Jahre neues Wachstumspotenzial entfalten.
Die Kundenbasis wird immer internationaler. Trifft das auch für die Frequentis-Aktionäre zu?
Zuletzt hat sich die Investorenbasis nach Skandinavien verbreitert und auch die ersten US-Investoren zeigen Interesse an unserem globalen Geschäftsmodell. Natürlich freuen wir uns, dass die Handelsvolumina in den letzten Wochen gestiegen sind. Wir schließen auch nicht aus, dass wir in Zukunft bei einer größeren Akquisition eine Kapitalerhöhung machen und dadurch noch mehr internationale Investoren an Bord holen. Mit einer Cashposition von 90 Millionen Euro Ende 2020 sind wir aber nicht darauf angewiesen, den Kapitalmarkt für frisches Geld anzuzapfen.
Unter welchen Umständen denken Sie und Ihr Management-Team darüber nach, einen höheren Anteil vom Gewinn an Ihre Aktionäre auszuschütten?
Wir hatten uns 2020 für eine Dividende von 0,15 Euro je Aktie und für eine Akquisition von rund 16,5 Millionen Euro entschieden. Unsere Dividendenpolitik gilt unverändert. Opportunitäten für Zukäufe können immer kurzfristig entstehen. Konstrukte wie gerade mit L3 Harris könnten hier Vorbildcharakter haben.
Wie erwarten Sie, dass Frequentis auf Sicht der nächsten drei Jahre in seinen Zielmärkten aufgestellt ist?
Sie finden auf dem Globus außer Frequentis keine Firma in dieser Größe, die sich ausschließlich auf Leitzentralen in sicherheitskritischen Bereichen konzentriert. Wir sind mit ATM und Public Safety in zwei großen Wachstumsmärkten unterwegs. Die massiven Investitionen von staatlicher Seite, insbesondere in Asien / Pazifik und den USA, dokumentieren das. Zugleich bleiben die globalen Megatrends Mobilität und Sicherheit intakt. Wir gewinnen neue Kunden und langlaufende Projekte und zeigen unseren Kunden, dass wir unser Portfolio um Lösungen erweitern, die unsere Wettbewerber nicht anbieten können.
Quelle: Ausschnitt eines Interviews mit Dr. Reuter Investor Relations
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3 Banken Generali
Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H. ist die gemeinsame Fondstochter der 3 Banken Gruppe (Oberbank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, BKS Bank AG) und der Generali Holding Vienna AG. Die Fonds-Gesellschaft verwaltet aktuell 8,65 Mrd. Euro - verteilt auf etwa 50 Publikumsfonds und 130 Spezial- bzw. Großanlegerfonds (Stand 06/17)
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