07.10.2021, 1971 Zeichen
Der Faser-Konzern Lenzing wurde von der Ratingagentur MSCI von "A" auf "AA" hochgestuft. Die Ratingagentur MSCI verwies in der Begründung für ihr Upgrade insbesondere auf die ambitionierten Klimaziele des Unternehmens, dessen Ansatz zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft und die überdurchschnittlich gute Governance-Struktur. "Wir sind überzeugt, dass sich die Faserindustrie ändern muss, damit sie auch den ökologischen und sozialen Anforderungen der Zukunft genügen kann. Das Thema Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren fest in unserer Strategie verankert und stellt einen elementaren Faktor für unseren wirtschaftlichen Erfolg dar. Lenzing ist auf diesem Gebiet absolute Vorreiterin und wir werden auch weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen", sagt Lenzing CFO Thomas Obendrauf.
Durch das bessere MSCI ESG-Rating ergibt sich für Lenzing auch eine Verringerung des Zinsaufwandes. Lenzing platzierte im November 2019 ein Schuldscheindarlehen über 500 Mio. Euro, das an die eigene Nachhaltigkeitsperformance gebunden ist. Das Unternehmen wird den gesamten Betrag der Zinsersparnis, der sich aus der Neubewertung ergibt, gemäß seiner Verpflichtung im Rahmen der Platzierung des Schuldscheindarlehens an ein von ihm unterstütztes Projekt spenden.
Lenzing legte sich 2019 strategisch fest, ihre Treibhausgasemissionen pro Tonne Produkt bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Die Vision für 2050 lautet klimaneutral zu sein. Die Umsetzung der beiden Schlüsselprojekte in Brasilien und Thailand ist ein bedeutender Meilenstein auf diesem Weg, aber auch die Investitionen an den bestehenden asiatischen Standorten stehen im Einklang mit den Dekarbonisierungszielen der Lenzing. Ein weiterer Meilenstein im Bestreben der Lenzing, ihre ambitionierten Klima-und Nachhaltigkeitsziele umzusetzen, ist die Kooperation mit dem schwedischen Zellstoffproduzenten Södra. Die beiden Unternehmen bündeln ihre Kräfte, um einen Beitrag zur Lösung des globalen Textilabfallproblems zu leisten.
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