10.11.2021, 3441 Zeichen
Der Aerospace-Konzern FACC hat in den ersten drei Quartalen Umsatzerlöse in Höhe von 358,3 Mio. Euro (Vergleichsperiode 2020: 398,5 Mio. Euro) erwirtschaftet. Die Umsätze in den Sommermonaten Juli und August 2021 waren laut FACC wie erwartet saisonbedingt niedriger, ehe ein starker September 2021 für einen letztlich soliden Quartalsumsatz sorgte. Das berichtete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug in den ersten neun Monaten 2021 2,9 Mio. Euro (Vergleichsperiode 2020: -53,0 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern liegt nach neun Monaten bei –2,0 Mio. Euro (vs. –60,3 Mio. Euro in 2020). FACC CEO Robert Machtlinger: „Eine Reihe wichtiger Großprojekte, die wir uns in den vergangenen Wochen sichern konnten, erhöht die Marktanteile der FACC im Kerngeschäft“.
Die von FACC implementierten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen zeigen Wirkung: Einerseits konnte der Konzern dadurch die Nettoverschuldung im dritten Quartal mit 213,4 Mio. Euro per 30.09.2021 weiter reduzieren. Andererseits wurde damit aber auch die wichtige Basis für eine nachhaltige Performance-Verbesserung bei künftig wieder stärker steigenden Umsätzen gelegt, wie es heißt. Die Reisetätigkeit und damit die Erholung des Luftfahrtmarkts nimmt Schritt für Schritt zu. Die Öffnung der USA ab 8. November ist für die Branche im Bereich der Langstreckenflüge ein wichtiger Treiber und Stabilisierungsmotor. Vor allem aber steigt die Nachfrage an neuen Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen bereits im vierten Quartal weiter an. Als Folge entwickeln sich die Bauraten der wichtigsten FACC-Plattform, der A320-Familie, derzeit wie von Airbus angekündigt sehr erfreulich. Diese Faktoren gemeinsam mit dem Serienstart der Neuprojekte und das in der Konzernstrategie angepeilte Erschließen neuer Geschäftsbereiche waren der Startschuss für eine Recruiting-Kampagne, im Zuge derer FACC ihre Belegschaft in den nächsten Monaten um rund 100 MitarbeiterInnen verstärken wird.
Wie berichtet, sind widererwarten einige Gerichtsurteile gegen die FACC getroffen worden. Daraus ergibt sich, dass die FACC in diesem Geschäftsjahr eine Einmalbelastung von ca. 30 Mio. Euro wird hinnehmen müssen und den Ergebnisausblick entsprechen angepasst hat. Die Erwartungen für den Konzernjahresumsatz für das Gesamtjahr 2021 bleiben unverändert bei rund 500 Mio. Euro. Maßnahmen wie die Inbetriebnahme des neuen Werkes in Kroatien mit einer Ergebnisverbesserung in der Division Cabin Interiors, die Fortführung der vertikalen Integration von strategischen Bauteilen und Materialien, ein weiterer Abbau des Inventars sowie die Realisierung eines Reverse Factoring-Programms stehen im 4. Quartal bei FACC im Fokus.
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet das FACC Management auf Basis der heute bekannten geplanten Kundenabrufe ein leichtes Umsatzwachstum im Bereich von 5 Prozent. Das EBIT soll mit dem Umsatz proportional steigen und im unteren zweistelligen Millionenbereich liegen. FACC geht unverändert von einem Erreichen der Vorkrisenumsätze im Jahr 2024 - spätestens 2025 - aus. „Es wird noch dauern, bis das globale Flugaufkommen wieder Höhen wie 2019 erreichen wird. Doch die Luftfahrtbranche befindet sich auf einem stabilen, guten Weg und diesen werden auch wir zukunftsorientiert gehen. Unsere Strategie 2030, in deren Fokus Wachstum durch Innovation, Forschung sowie das Erarbeiten neuer Lösungen und Materialien stehen, ist dabei unsere ständige Begleiterin“, so Machtlinger.
Börsepeople im Podcast S23/05: Tatjana Aubram
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Robert Machtlinger, FACC (Bild: Bartsch)
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Die 2020 gegründete REPLOID Group AG stellt hochwertige Proteine und Fette sowie biologischen Dünger aus der Aufzucht von Larven der Schwarzen Soldatenfliege her. In den für ihre Kunden errichteten Mastanlagen – den REPLOID ReFarmUnits – erhalten vom Unternehmen gelieferte Junglarven eine auf den jeweiligen Standort abgestimmte Futtermischung aus Reststoffen der regionalen Lebensmittel-Wertschöpfungskette. Nach erfolgter Mast übernimmt REPLOID die Larven zur zentralen Vermarktung.
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