02.04.2022, 2914 Zeichen
Aus dem Equity Weekly der Erste Group: Der ATX legte diese Woche um 1,7% zu, YTD schließt der Wiener ATX das 1. Quartal 2022 jedoch mit einem Minus von 14% ab. International gesucht waren diese Woche vor allem Versorger, wovon auch die heimische Ver- bund-Aktie profitierte. Stärkster Titel diese Woche war klar die Kapsch TrafficCom mit +18,2% nachdem ein Schiedsgericht den Entschädigungsanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland bestätigt hat. Nach der Stabilisierung diese Woche sehen wir den ATX kommende Woche in einer Bandbreite zwischen rund 3.300 und 3.400 Punkten.
Stärkster Titel diese Woche war klar die Kapsch TrafficCom mit +18,2% nachdem ein Schiedsgericht den Entschädigungsanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland bestätigt hat. Wir haben die Aktie in unserem neuen Company Report auf Kaufen hochgestuft und in unserem Modell einen Teil des Entschädigungsanspruchs von bis zu EUR 280 Mio. in die Bewertung mit einfließen lassen. Wir erwarten jedoch, dass sich die nächste Stufe des Schiedsverfahrens noch bis zu 2 Jahre hinziehen könnte.
Die FACC legte diese Woche ihre finalen Zahlen vor und bestätigte ihren positiven Ausblick 2022 auf Basis der positiven Nachfragetrends bei Mittelund Kurzstreckenflugzeugen sowie Business Jets.
YTD liegt der Wiener ATX zu Ende des 1. Quartals rund 14% im Minus, hat sich aber von seinem Tief Anfang März bereits 13% wieder zugelegt. Der Ukraine-Krieg hat dabei zu extremen Kursausschlägen bei Werten mit Russland-Exposure gesorgt, wie der RBI und Palfinger. Aber auch Erste Group und energieintensive Industrietitel verbuchten deutlich Kursverluste. Neben dem Ölfeldausstatter SBO kamen nur Leiterplattenproduzent AT&S und Flugzeugzulieferer FACC mit 2stelligem Kursplus durchs 1. Quartal.
In der großteils abgeschlossenen Berichtssaison mischten sich neben rückblickend robusten Ergebnissen 2021 jedoch sehr vorsichtige Ausblicke. Viele österreichische Unternehmen werden 2022 die gestiegenen Energiekosten, steigenden Kosten anderer Inputfaktoren sowie angespannte Lieferketten spüren. Mit Druck auf die Margen ist zu rechnen. Für die Konsensus-Gewinnschätzungen rechnen wir daher in den kommenden Monaten mit negativen Revisionen. Aufgrund der weiter großen Unsicherheiten (Ukraine-Krieg, Sanktionen, Lieferketten, Energiepreise und -versorgungssicherheit) sind Einschätzungen zur Bewertung des ATX unter den Kriterien KGV, Gewinnentwicklung und Dividendenrendite derzeit noch schwierig. Das erhöhte Risiko wurde auf jeden Fall über deutlich höhere Risikoprämien in den Bewertungen reflektiert. Sollte sich das geopolitische Risiko in den kommenden Monaten entspannen, sollte ein Abbau der Risikoprämien jedenfalls die Bewertungen positiv unterstützen.
Ausblick: Kommende Woche veröffentlicht die OMV ihr Trading Statement zum Q1 22, und die UBM präsentiert ihre Ergebnisse 2021. Uniqa veröffentlicht ihren finalen Geschäftsbericht 2021 und Andritz hält seine HV ab.
Wiener Börse Party #1196 feat. Opening Bell-Miterfinderin Karin Bauer: ATX etwas fester, mehr Streubesitz bei der Porr, 35 Jahre Agrana-IPO
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Aktien auf dem Radar:Porr, Kapsch TrafficCom, AT&S, Semperit, RHI Magnesita, Amag, OMV, Lenzing, Strabag, Addiko Bank, FACC, Flughafen Wien, Frequentis, Gurktaler AG VZ, Heid AG, Reploid Group AG, Marinomed Biotech, Bajaj Mobility AG, voestalpine, BKS Bank Stamm, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM, Fresenius Medical Care, Rheinmetall, SAP, Volkswagen Vz., BMW.
Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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