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Varta & Co.: Das Klima im Fokus

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Die drei Divisionen von Michael Tojners Montana Tech Components AG sind zwar in unterschiedlichen Bereichen unterwegs, verfolgen aber konsequent das selbe Ziel, nämlich Lösungen zu entwickeln, um den C02-Ausstoß zu verringern und Ressourcen zu schonen. Sowohl Varta, sowie auch Aluflexpack und Montana Aerospace positionieren sich allesamt mit Technologien gegen den Klimawandel. Der Ersatz von fossilen Energiequellen ist in aktuellen Zeiten das Gebot der Stunde. Auch am Kapitalmarkt.

Die Abkehr von fossilen Brennstoffen ist mit dem Ukraine-Russland-Konflikt aktueller denn je. Unternehmen rund um den Globus arbeiten mit Hochdruck an Lösungen, um die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu reduzieren und die Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre zu reduzieren. Mit der aktuellen geopolitischen Situation und dem immer wahrscheinlicher werdenden Engpass am Erdgas- und Erdöl-Markt kommt noch mehr Dynamik in die Entwicklung. „Wenn es ein großes Ziel der Menschheit für das 21. Jahrhundert gibt, dann ist es, fossile Energiequellen durch nachhaltige zu ersetzen, natürliche Ressourcen nicht weiter zu verbrennen und damit die Umwelt irreversibel zu zerstören“, ist auch Michael Tojner, Mehrheits-Eigentümer und Chef der international tätigen Montana Tech Components AG, überzeugt. Daher wird in seinen Unternehmen intensiv an Zukunftstechnologien gearbeitet. Der mittlerweile auf einen Umsatz von 1,7 Mrd. Euro angewachsene Konzern beschäftigt an die 11.000 MitarbeiterInnen an 83 Standorten in 34 Ländern. Der große Fokus seiner drei Industriebereiche, das sind bekanntlich Varta, Aluflexpack und Montana Aerospace, liegt neben einer nachhaltigen Ausrichtung  vor allem aber auf Innovationen, Marktführerschaft und Wachstum. Allein 2021 wurden etwa fünf ergänzende Akquisitionen getätigt. Mit den strategischen Akquisitionen werden nicht nur neue Märkte erschlossen, sondern auch die Kompetenzen laufend erweitert. Konstantes Wachstum und eine nachhaltige Ausrichtung ist auch das, was  AktionärInnen sehen wollen. Seit vergangenem Jahr notieren nunmehr alle drei Divisionen an einer Börse und haben ihre Kapitalmarktfähigkeit längst unter Beweis gestellt. Ein Börsegang der „Mutter“ steht für Michael Tojner in den nächsten Jahren allerdings nicht im Raum, vielmehr die Weiterentwicklung der Unternehmensbereiche.

Varta. Mit Varta wagte sich Michael Tojner als erstes aufs Parkett. Er hat den Hersteller von Microbatterien, die mitunter in Hörgeräten oder kabellosen Kopfhörern Einsatz finden und an Kunden wie Apple oder Samsung verkauft werden, im Jahr 2007 erworben. Damals hatte kaum jemand das Unternehmen auf dem Radar. Mittlerweile erzielt Varta Umsätze in Höhe von 870 Mio. Euro (2020) und schüttete für das Geschäftsjahr 2020 erstmals eine Dividende aus, nämlich 2,48 Euro je Aktie. Das organische Umsatz-Wachstum betrug 2020 knapp 50  Prozent. Um volle Kontrolle über die Marke zu haben, hat Varta vor wenigen Jahren auch die allseits bekannten Varta-Haushaltsbatterien übernommen, die klassischen Varta-Autobatterien zählen nicht zum Konzern. Für Michael Tojner, der nicht nur Mehrheitsaktionär sondern auch Aufsichtsratsvorsitzender von Varta ist, hat das Unternehmen „eine unglaubliche Entwicklung“ hinter sich. Der Börsengang sei nur die Initialzündung gewesen, um Varta zu dieser Größe führen zu können.

Neue Wachstums-Ära. Das IPO in Frankfurt erfolgte im Jahr 2017. Der Ausgabekurs lag bei 17,50 Euro, vergangenen Sommer hat man Kurse von 160,0 Euro gesehen. Michael Tojner sieht das Unternehmen aber nicht nur am Kapitalmarkt bestens aufgestellt, sondern hat auch große Ziele für die Energiespeicher der nächsten Generation ‚made in Europe‘. „Nur fünf Jahre nach dem Börsengang von Varta stehen wir mit der Entwicklung einer marktreifen und hoch leistungsfähigen, großen Lithium-Ionen-Zelle am Beginn einer neuen Wachstumsära für das Unternehmen“, blickt er mit Optimismus in die Zukunft. „Die für E-Mobilitätsanwendungen konzipierte große Zelle wird neben dem Zweirad- und Automobilmarkt weitere Anwendungsgebiete und Absatzmärkte finden“, ist er sich sicher. Varta ist mit seinen Lösungen, die einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen forcieren, aber auch mit der Produktion auf europäischem Boden, aktuell bestens aufgestellt. Dies wird auch von Seiten der EU mit einer Förderung aus  dem „Important Project of Common European Interest“-Programm anerkannt.  Varta entwickelt nicht nur hochleistungsfähige Batterien für die E-Mobilität, sondern forscht an neuen Rohstoffen für die Batterie der Zukunft. In der integrierten Tochter Varta Innovation mit Sitz in Graz wird bereits an der Batterie für die Zukunft geforscht, die leistungsstark und umweltfreundlich sein wird, zu 95 Prozent aus recycelten Rohstoffen hergestellt und zu 95 Prozent recycelt werden kann. „Das bedeutet, dass die Zellen auch dann noch einen Wert besitzen, nachdem ihre Lebensdauer bereits abgelaufen ist“, erklärt Varta Innovation-Geschäftsführer Stefan Koller.

Aluflexpack. Recycling wird auch bei der Montana Tech Components-Division Aluflexpack groß geschrieben. Das Unternehmen stellt wiederverwertbare Verpackungen aus Aluminium her, unter anderem Kaffeekapseln, Verpackungen für Tierfutter und Süßwaren oder Durchdrückpackungen für den Pharmabereich. Zu den Kunden gehören bekannte Namen wie Lindt, Nestlé, Alpro oder Saneca Pharma. Der Umsatz lag 2021 bei 266,1 Mio. Euro (vorläufigen Zahlen zufolge) und damit elf Prozent höher als im Jahr davor. Das Unternehmen notiert seit Juni 2019 an der Schweizer Börse. Der Ausgabepreis lag bei 21,0 Schweizer Franken, auch hier sah man im Sommer 2021 die bislang höchsten Kurse, nämlich bei ca. 40,0 Franken.

Montana Aerospace. Der Komponentenhersteller Montana Aerospace, mit Kunden wie Boeing, Airbus oder Bombardier Aerospace, ist noch recht jung an der Börse. Die Erstnotiz an der Schweizer Börse war im Mai 2021, der Ausgabekurs lag bei 25,65 Franken, die Aktie hielt sich auch bis Mitte Februar durchgehend über dem IPO-Kurs, in der Spitze sah man Kurse von 42,0 Franken,  folgt aber seit einigen  Wochen, wie auch die anderen Montana Tech Components-Firmen, dem schwachen internationalen Trend. Das Unternehmen stellt Systemkomponenten und Baugruppen her und entwickelt Technologien auf Basis von Aluminium, Titan, Verbundwerkstoffen, Kupfer und Stahl, die in der Luftfahrt oder bei E-Mobilität zum Einsatz kommen. Der Vorteil dieser Materialanwendung liegt in der Reduzierung des Gesamtgewichts und somit auch der CO2 Emissionen.
Erst vergangenen Herbst hat das Unternehmen weitere Aktien platziert und die Asco Gruppe erworben. Der Umsatz von Montana Aerospace lag ungeprüften Zahlen zufolge 2021 bei 767,5 Mio. Euro, was einem Plus zum Vorjahr von 25 Prozent entspricht.

Herausforderungen. Während also alle drei Divisionen im abgelaufenen Jahr, trotz Corona-Pandemie, ein Wachstum gezeigt haben, steht man mit den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts  im laufenden Jahr vor neuen Herausforderungen. Themen wie Lieferketten und hohe Rohstoffpreise bzw. auch -Verknappung müssen proaktiv angegangen werden. Hinsichtlich Rohstoff- und Energieversorgung kommt aber allen drei Montana Tech-Divisionen zu Gute, dass das Rohstoffe Sammeln und Recyceln, bzw. die Wiederverwendung von recyceltem Material oberste Priorität hat. „Das hat natürlich gerade jetzt zusätzlich zum Umweltaspekt den positiven Effekt, dass wir  mehr Unabhängigkeit in der Materialversorgung haben“,  so Michael Tojner. Die Luftfahrtkomponenten werden zB zu 70 Prozent aus recyceltem Aluminium hergestellt. Im Bereich Kupfer pflegt man laut Tojner langfristige Geschäftsbeziehungen mit den Kunden und Preiserhöhungen werden direkt weitergegeben. Bei der Energieversorgung wird in der Montana Tech Components Group schon seit einiger Zeit verstärkt in den Ausbau der Solaranlagen investiert. So hat man sich bei Varta zB zum Ziel gesetzt, bis 2025 CO2 neutral zu sein. „Aber natürlich sind die Zeiten gerade herausfordernd und zwar nicht nur unternehmerisch“,  bescheinigt Michael Tojner. 


Text: Christine Petzwinkler

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