10.06.2022, 1617 Zeichen
Die OMV veröffentlichte heute ein Update zu dem Vorfall in der Raffinerie Schwechat. Wie berichtet, kam es am 3. Juni 2022 nach einem mechanischen Zwischenfall zu einem erheblichen Schaden an der Rohöldestillationsanlage. Diese Anlage bereitet den größten Teil des Rohöls in seine Bestandteile auf und damit für die Weiterverarbeitung in der Raffinerie vor.
Derzeit sei die Dauer der Reparaturphase noch nicht abschätzbar. Für die Dauer der Reparatur wird die OMV ein neues Versorgungssystem etablieren, mit dem die von der OMV Raffinerie Schwechat betreuten Märkte versorgt werden können. Die OMV nutzt die Kapazitäten des Raffinerien-Verbunds im Konzern, um den Produktionsausfall in Schwechat zu kompensieren, um vorübergehend den Standort Schwechat mit Einsatzstoffen und den österreichischen Markt mit größeren Produktmengen versorgen zu können. Die Destillationskapazitäten einer kleineren zur Verfügung stehenden Rohöldestillation werden maximiert. So kann sämtliches in Österreich von OMV produziertes Rohöl weiterhin uneingeschränkt verarbeitet werden. Darüber hinaus werden kurzfristige Adaptionen geprüft, um die bestehenden Produktionskapazitäten der Raffinerie Schwechat weiter zu steigern. Um fehlende Mengen auszugleichen, wird die OMV mit Partnern zusammenarbeiten und Produkte zukaufen. Aktuell wird gemeinsam mit den Logistikpartnern an der Implementierung dieses neuen Versorgungskonzepts gearbeitet.
Die Freigabe der Treibstoff-Reserven seitens der Republik Österreich ist laut OMV eine sinnvolle Maßnahme, die die Versorgung sicherstellt, bis das neue Versorgungssystem in vollem Umfang umgesetzt ist.
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