27.10.2022, 1828 Zeichen
Der EZB-Rat hat heute beschlossen, die Leitzinsen der EZB um 75 Basispunkte anzuheben und erwartet, die Zinssätze weiter anzuheben, um die rechtzeitige Rückkehr der Inflation zu ihrem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent sicherzustellen. Der EZB-Rat wird den künftigen Leitzinspfad auf der Grundlage der sich entwickelnden Aussichten für die Inflation und die Wirtschaft ausrichten und dabei seinem „Meeting-by-Meeting“-Ansatz folgen, heißt es.
Seitens Aegon Asset Management heißt es zur heutigen EZB-Sitzung: "Die Europäische Zentralbank hat heute erneut die Zinssätze erhöht. Der Reposatz liegt nun bei 2,0 Prozent und der Einlagensatz bei 1,50 Prozent - so hoch wie seit der Zeit vor der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Die Inflation im Euroraum ist nach wie vor sehr hoch, und die heutige Zinserhöhung wird wahrscheinlich nicht die letzte sein, obwohl die EZB davon ausgeht, dass sich das Wirtschaftswachstum über den Winter abschwächen wird. Die unmittelbare Marktreaktion auf die Zinserhöhung war gering, da bereits viele Abschläge vorgenommen worden waren."
Seitens IKB heißt es: "Die EZB holt auf und hat ihre Zinsen, wie erwartet, um 75 bp angehoben. Das Zinsniveau mag zwar immer noch nicht auf einem neutralen Niveau angelangt sein; die effektive Geldpolitik wirkt allerdings schon straffer. Denn die reale Geldmenge in der Euro-Zone sinkt, vor allem aufgrund der hohen Inflation, aber auch wegen der nachlassenden Kreditnachfrage. Auch braucht es keine weiteren spürbaren Zinsanhebungen, um diese Nachfrage weiter zu dämpfen. Dafür sorgen bereits die sich eintrübende Konjunktur und der Immobilienmarkt. Eine expansive Fiskalpolitik könnte diese Entwicklung jedoch durchkreuzen. Die IKB erwartet eine Beendigung der EZB-Zinserhöhungen spätestens Mitte 2023, bei einem Einlagenzinsniveau von dann um oder unter 3 %."
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