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Fazits zu Polytec, Addiko, Wienerberger, FACC, Zumtobel, Post, Lenzing, voestalpine

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#gabb aktuell



12.11.2022, 4848 Zeichen

Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

Zu Polytec: "Die Q3-Zahlen spiegelten wie erwartet die schwierige Marktlage wider und wir rechnen auch mit keiner materiellen Erholung im 4. Quartal. Kompensationszahlungen für höhere Kosten, die traditionellerweise im 4. Quartal anfallen, sollten sicherstellen, dass das Betriebsergebnis im positiven Bereich endet. Die Margenentwicklung 2023 sollte sich aber entspannen. Auf der einen Seite könnten die Energie- und Materialkosten in der 2. Jahreshälfte ihre Spitze überschreiten, auf der anderen Seite hängt aber über der Automobilnachfrage angesichts sinkender Kaufkraft im kommenden Jahr ein Fragezeichen. Wir bleiben weiter bei unserer konservativen Einschätzung." 

Zu Wienerberger: "Auch für 2023 gab Wienerberger erstmals einen Ausblick und erwartet auf seinen Endmärkten eine stabile Entwicklung im Bereich Renovierung aber einen Rückgang von 15% im Wohnungsneubau sowie von 5% im Infrastrukturbereich. In Summe erwartet der Vorstand eine bessere Entwicklung des Unternehmens gegenüber seinen Märkten. Dieser Ausblick deckt sich mit unserer Einschätzung eines leicht rückläufigen Neubaus 2023 und somit eines leichten Ergebnisrückgangs im kommenden Jahr. Wir bleiben bei unserer Akkumulieren-Einstufung und sehen die Wienerberger-Aktie auf aktuellen Kursniveaus weiter attraktiv bewertet mit hohen Abschlägen zu Mitbewerbern auf KGV- und EV/EBITDA-Basis."

Zu Addiko: "Der Ausblick für 2022 wurde bestätigt. Der Vorstand erwartet ein Kreditwachstum von mehr als 10% in den Fokusbereichen (Konsumenten, KMU), ein Nettobankergebnis von über EUR 240 Mio. sowie eine Gesamtkapitalquote von über 18,6% auf Übergangsbasis. Potenzielle Auswirkungen des slowenischen CHF-Gesetzes sind darin jedoch nicht berücksichtigt. Wir bleiben bei unserer positiven Meinung zur Aktie, denken jedoch, dass die Kursentwicklung gebremst bleiben wird solange es keine Entscheidung zum Schweizer-Franken-Gesetz in Slowenien gibt und die Dividendenzahlung unsicher bleibt."

Zu Lenzing: "Nach der jüngsten Kurs-Rally, sehen wir auf aktuellen Kursniveaus die nach wie vor intakten langfristigen Wachstumsaussichten von Lenzing (mit starker ESG-Komponente) gegenüber dem kurzfristig gedämpften Ausblick (infolge der mauen Textilnachfrage und hohen Kosteninflation) als adäquat eingepreist ein."

Zu FACC: "In Summe sehen wir die FACC weiter als attraktive Option, um auf die Erholung der Flugindustrie zu setzen. So bestätigte Airbus jüngst seine Guidance für die Flugzeugauslieferungen und hob seinen Ausblick für den freien Cashflow an. Die Produktionsraten – insbesondere für die A320- Familien – sollen in den nächsten Monaten und Jahren weiter angehoben werden. Wir rechnen mit einem starken Schlussquartal für die FACC."

Zu voestalpine: "Alles in allem zeigt das 2. Quartal eine sequenzielle Abschwächung der Margen aufgrund sinkender Stahlpreise und sinkender Spreads zu Eisenerz. Der Ausblick weist auch auf eine im Jahresabstand schwächere 2. Hälfte des GJ 2022/23 hin. Während der Bereich Eisenbahninfrastruk- tur stabil sowie die Bereiche Energie- und Luftfahrt positiv gesehen werden, so rechnet voestalpine mit Nachfragerückgängen in zyklischen Branchen wie Konsumgüter und Hausgeräte, Bau- und Maschinenbau. Auch in der Automobilindustrie wird bis Ende des GJ 22/23 nicht mit einer Verbesserung der Nachfrage gerechnet. Wir bleiben bei unserer Akkumulieren-Empfehlung und erwarten, dass der Kurs durch das Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Mio. Aktien unterstützt bleiben sollte."

Zu Zumtobel: "Die Eckzahlen zum 1. Halbjahr 22/23 deuten auf ein außerordentlich starkes 2. Quartal hin mit einer EBIT-Marge von rund 10% was deutlich über dem besten historischen Q2-Wert von knapp 7% liegt. Auch der leicht angehobene Ausblick ist positiv und liegt im Rahmen unserer aktuellen Schätzungen. Die 2. Hälfte des Geschäftsjahres über die Winter- monate ist saisonal bedingt schwächer, sodass wir uns derzeit weiter mit unseren Schätzungen und unserer Halten-Empfehlung wohl fühlen."

Zur Post: "Das 3. Quartal entwickelte sich erfreulich – besonders der Paketbereich überraschte mit einem Volumenzuwachs von einem starken Vorjahresniveau ausgehend positiv. Der Ausblick deutet auch auf ein starkes Schlussquartal hin. Erstmals gab der Vorstand auch einen Ausblick auf 2023, wobei ein stabiles Ergebnis angestrebt wird. Wir bleiben weiter bei unserer Akkumulieren-Empfehlung."

Ausblick: In der kommenden Woche berichten VIG, Uniqa, Semperit und Flughafen Wien über ihre Q3-Ergebnisse. DO&CO sowie Kapsch Traffic- Com präsentieren ihre Halbjahresberichte 2022/23. STRABAG veröffentlicht ihr Trading Statement Q3 und der Flughafen Wien seine Verkehrsergebnisse für den Oktober.
 
 


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    Zu Wienerberger: "Auch für 2023 gab Wienerberger erstmals einen Ausblick und erwartet auf seinen Endmärkten eine stabile Entwicklung im Bereich Renovierung aber einen Rückgang von 15% im Wohnungsneubau sowie von 5% im Infrastrukturbereich. In Summe erwartet der Vorstand eine bessere Entwicklung des Unternehmens gegenüber seinen Märkten. Dieser Ausblick deckt sich mit unserer Einschätzung eines leicht rückläufigen Neubaus 2023 und somit eines leichten Ergebnisrückgangs im kommenden Jahr. Wir bleiben bei unserer Akkumulieren-Einstufung und sehen die Wienerberger-Aktie auf aktuellen Kursniveaus weiter attraktiv bewertet mit hohen Abschlägen zu Mitbewerbern auf KGV- und EV/EBITDA-Basis."

    Zu Addiko: "Der Ausblick für 2022 wurde bestätigt. Der Vorstand erwartet ein Kreditwachstum von mehr als 10% in den Fokusbereichen (Konsumenten, KMU), ein Nettobankergebnis von über EUR 240 Mio. sowie eine Gesamtkapitalquote von über 18,6% auf Übergangsbasis. Potenzielle Auswirkungen des slowenischen CHF-Gesetzes sind darin jedoch nicht berücksichtigt. Wir bleiben bei unserer positiven Meinung zur Aktie, denken jedoch, dass die Kursentwicklung gebremst bleiben wird solange es keine Entscheidung zum Schweizer-Franken-Gesetz in Slowenien gibt und die Dividendenzahlung unsicher bleibt."

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