22.11.2022, 2149 Zeichen
Frequentis und die ÖBB haben eine Innovationskooperation zur Erforschung automatisierter Drohnenflüge in Österreich unterzeichnet. Im Vordergrund stehen dabei die Prävention von Störfällen durch routinemäßige Wartungsflüge, frühes Erkennen von Schäden an der Infrastruktur, Naturgefahrenmanagement und Streckenverfügbarkeiten und im Bereich des Notfallmanagements bzw. bei Großveranstaltungen, wie es heißt. Es sollen Schäden an der Infrastruktur oder Gefahren im Umfeld der Strecke schnell erkannt und frühzeitig behoben werden. In der Praxis sei die Durchführung sogenannter BVLOS-Flüge – "Beyond Visual Line of Sight"– sowohl in administrativer, als auch in technischer Hinsicht eine Herausforderung. Im Rahmen dieser Innovationskooperation geht es um die Erarbeitung aller Aspekte für eine Genehmigung dieser automatisierten Flüge sowie die Sammlung von Erfahrung für deren Abwicklung in einem intensiven Probebetrieb über die nächsten 12 Monate.
Johann Pluy, Vorstandsmitglied der ÖBB-Infrastruktur AG: "Für uns ist diese Kooperation ein wichtiger Schritt. Mit Hilfe von BVLOS-Flügen steigern wir nicht nur die Sicherheit unserer Anlagen, sondern können künftig mehr Aufgaben häufiger und mit geringeren Kosten bewältigen."
"Das Drohnen-Ökosystem ist derzeit stark im Wachsen begriffen, die Anzahl der gewerblichen Einsatzgebiete steigt kontinuierlich", erklärt Norbert Haslacher, CEO Frequentis . "Wir freuen uns, mit unserem Kunden ÖBB gemeinsam die operative Machbarkeit hangarbasierter, automatisierter Drohnenflüge für den zukunftsweisenden Bahnbetrieb in Österreich zu testen".
Die ÖBB erhoffen sich von der Zusammenarbeit die Erwirkung der Fluggenehmigung, um automatisierte Drohnenflüge aus der Betriebszentrale heraus zukünftig zu ermöglichen. Nach erfolgter Genehmigung für den Probebetrieb sind zumindest wöchentliche Flüge über ÖBB-Strecken vorgesehen. Ziel ist das Sammeln von Erkenntnissen, um sich laufend zu verbessern. Über die Dauer von zunächst einem Jahr werden "Use Cases" wie Störfälle, die Prüfung der Streckenverfügbarkeit, die Vorhersage und Auswirkungen von Naturgefahren, Inspektionstätigkeiten und Verschubarbeiten geübt.
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